Richtungsweisendes CL-Spiel

Schalke-Coach warnt: „Gefährlicher Gegner“

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Für Schalkes neuen Trainer Roberto Di Matteo stehen bereits die ersten Endspiele in der Champions League an.

Gelsenkirchen - Für Schalkes neuen Trainer Roberto Di Matteo stehen bereits die ersten Endspiele in der Champions League an. Ein Heimsieg gegen Sporting Lissabon ist Pflicht, will man Platz zwei hinter dem FC Chelsea nicht früh aufgeben.

Nach dem gelungenen Debüt unter Neu-Trainer Roberto Di Matteo muss sich der FC Schalke 04 jetzt wieder auf der großen Fußball-Bühne Champions League beweisen. „Wir müssen versuchen, im Heimspiel gegen Sporting Lissabon die drei Punkte zu holen. Denn aus meiner Erfahrung ist es auswärts schwieriger“, betonte Di Matteo vor dem ersten Duell mit Portugals Vizemeister am Dienstag (20.45 Uhr/Sky) in der Veltins-Arena. 15 Tage später treten die Königsblauen zum vierten Spiel in der Gruppe G in der portugiesischen Hauptstadt an.

Angesichts der bisher mageren Ausbeute von zwei Punkten aus den Partien beim FC Chelsea in London und gegen NK Maribor können sich die Königsblauen im Heimspiel gegen Sporting keinen Fehltritt mehr erlauben. Sonst schwinden die Aussichten aus Platz zwei und den erneuten Einzug ins Achtelfinale. Denn Gruppenrang eins scheint für Spitzenreiter FC Chelsea (4 Punkte) reserviert, der seine Führung daheim gegen Maribor (2) ausbauen kann. „Die Ausgangslage ist nicht schlecht“, meinte Di Matteo am Montag. „Ich glaube, dass Maribor aber auch noch was zu sagen hat. Aber sicherlich sind die nächsten beiden Spiele sehr wichtig.“

Sporting ist in der Königsklasse mit einem Zähler derzeit zwar nur Gruppenletzter, tankte am Wochenende mit dem 3:1-Sieg beim FC Porto im portugiesischen Pokalwettbewerb aber viel Selbstvertrauen. Der momentan in der Liga auf Platz vier liegende Hauptstadtclub ist kein Team, das im Vorübergehen zu besiegen ist. „Das ist ein gefährlicher Gegner mit individuell guten Spielern“, warnte Di Matteo.

Doch wenn jemand weiß, wie ein Team auf Champions-League-Highlights einzustimmen ist, dann der Italiener. Schließlich schnappte Di Matteo 2012 mit Chelsea dem seinerzeit übermächtig scheinenden FC Bayern im „Finale dahoam“ die Trophäe weg. Doch sein größter Erfolg als Trainer ist für Di Matteo längst Geschichte. „Das ist Vergangenheit. Daran denke ich jetzt überhaupt nicht mehr“, betonte der 44-Jährige.

Aktuell beschäftigt ihn nur der FC Schalke. Schon am Samstag beim 2:0-Sieg gegen Hertha BSC war die Handschrift des Trainers zu erkennen. „Wir haben seine Vorgaben gut umgesetzt“, sagte Torjäger Klaas-Jan Huntelaar. „Der Sieg gibt Selbstvertrauen für die Champions League. Da wir gegen Maribor nicht gewonnen haben, müssen wir gegen Sporting unbedingt die drei Punkte holen. Ich hoffe auf einen Heimsieg mit vielen Toren.“

Auch Eric Maxim Choupo-Moting lobte die Arbeit des neuen Chefs, der den Hebel beim verunsicherten Team bei der Defensivarbeit ansetzte. „Es ist wichtig, erstmal kompakt zu stehen und keinen Treffer zu kassieren“, sagte der Kameruner. Man habe im Training akribisch und detailliert Grundlagen wie das Anlaufen des Gegners und Zweikampfverhalten geübt. „Der Trainer hat einen Plan.“

Man muss kein Prophet sein, um vorauszusagen, dass Di Matteo auch gegen Lissabon den Fokus zunächst auf defensive Stabilität legen wird. „Sie haben die Antwort schon selbst gegeben“, entgegnete der Schalke-Coach auf entsprechende Fragen. Heißt: Zumindest in den kommenden Spielen ist nicht mit einem Schalker Offensiv-Feuerwerk zu rechnen. Offen ist, mit welchem Personal Schalke die Aufgabe gegen Lissabon bewältigen will. Der gegen Hertha gesperrte Joel Matip steht wieder zur Verfügung, auch Sidney Sam wäre eine Alternative. Aber eine große Rotation wird es wohl kaum geben. Di Matteo wollte das Abschlusstraining noch abwarten.

dpa

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