Löw: "Lasse mich überraschen"

Müller im Dirndl: Neugier vor WM-Film-Premiere

Thomas Müller
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Hier trägt seine Ehefrau das Dirndl: Thomas Müller.

Berlin - In Berlin werden die Weltmeister am Montag zunächst mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet, am Abend steht die Weltpremiere des WM-Films „Die Mannschaft“ auf dem Programm.

Das WM-Feeling kehrt noch einmal zurück: 121 Tage nach dem Triumph von Maracana steht der Montag ganz im Zeichen der deutschen Fußball-Weltmeister. Zunächst werden die 23 Protagonisten sowie die sportlichen Leitung mit Bundestrainer Joachim Löw an der Spitze von Bundespräsident Joachim Gauck im Schloss Bellevue in Anwesenheit von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet. Am Abend steht dann im Berliner Sony-Center die Weltpremiere des mit Spannung erwarteten WM-Films „Die Mannschaft“ auf dem Program.

„Ich freue mich auf einen schönen Kinoabend. Ich lasse mich gerne überraschen“, sagte Löw, der den vom DFB selbst produzierten Streifen noch nicht gesehen hat. „Es ist ein Geschenk von uns für die Fans“, sagte Nationalm annschaftsmanager Oliver Bierhoff der Bild am Sonntag: „2006 war der WM-Film für und über Deutschland und die Stimmung im Land. Der Film jetzt hat noch mehr Atmosphäre, noch mehr Nähe. Er zeigt, was im Team passiert. So bringt er die Nationalmannschaft den Fans noch näher. Es gibt mehr interne Eindrücke, mehr Einsichten hinter die Kulissen als beim Sommermärchen“.

Unter anderem sieht man Stimmungskanone Thomas Müller im Dirndl, Bastian Schweinsteiger oberkörperfrei beim Golf, Christoph Kramer beim Einstands-Singen vor versammelter Mannschaft. Und natürlich wird auch Löw gezeigt, wie er im stillen Kämmerlein seine WM-Strategie austüftelt.

Auch der ehemalige Kapitän Philipp Lahm, der ebenso wie WM-Rekordtorschütze Miroslav Klose und Per Mertesacker nach dem brasilianischen Sommermärchen zurückgetreten war, ist gespannt auf den Film, der am kommenden Donnerstag in die Kinos kommt. „Ich glaube, es sind nette Bilder. Man merkt, dass es intensive sechs Wochen waren“, sagte Lahm, der sich ebenso wie sein Nachfolger Bastian Schweinsteier auf das Wiedersehen der WM-Familie in der Hauptstadt freut. Der Lieblingsspieler von Kanzlerin Merkel konnte nach seiner Ernennung zum Kapitän verletzungsbedingt noch an keinem Länderspiel teilnehmen. „Es ist schön, die Jungens mal wieder zu treffen“, sagte der Lahm-Nachfolger am Rande des Sportpresseballs in Frankfurt/Main.

Die Ehrung durch Bundespräsident Gauck, der ebenso wie Merkel beim 1:0 im WM-Finale gegen Argentinien auf der Tribüne in Rio de Janeiro gesessen hatte, ist für die Weltmeister ebenfalls etwas ganz Besonderes. „Im Schloss Bellevue herrscht eine sehr angenehme Atmosphäre. Ich durfte das schon einmal miterleben. Das werden wir genießen“ sagte Müller.

Am Montag sind die Weltmeister in der Hauptstadt unter sich. Die anderen acht Profis, die Löw für das EM-Qualifikationsspiel gegen Gibraltar am Freitag in Nürnberg (20.45 Uhr/RTL) und das Prestigeduell vier Tage später in Vigo gegen Europameister Spanien (20.45/ARD) nominiert hat, reisen erst am Dienstag in Berlin an.

Dazu zählt auch der Kölner Senkrechtstarter Jonas Hector, der mit einem lachenden und einem weinenden Auge erstmals zur DFB-Auswahl reist. „Ich freue mich total und werde versuchen, mich im Training zu empfehlen. Es ist aber ein bisschen schade, dass ich den 11.11. verpasse“, sagte der Linksverteidiger angesichts des Karnevalsauftakts am Rhein.

sid

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