Zahlreiche strittige Entscheidungen

Nach Fehlpfiffen: Fandel verteidigt Schiris

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Herbert Fandel, Vorsitzender der DFB-Schiedsrichter-Kommission.

Frankfurt/Main - Leise Kritik an den Fehleinschätzungen, aber auch Verständnis für die Entscheidungen: Schiedsrichter-Boss Heribert Fandel hat die Unparteiischen der Bundesliga in Schutz genommen.

Fandel begründete die teilweise harsch kritisierten Pfiffe am vierten Bundesliga-Spieltag mit der „Dynamik des Spiels“.

„Die Auslegung des Handspiels ist klar und eindeutig geregelt, dennoch kommt es in der Dynamik des Spiels manchmal unvermeidbar zu Fehleinschätzungen“, sagte Fandel auf dfb.de mit Blick auf eine Szene im Punktspiel zwischen Schalke 04 und Eintracht Frankfurt (2: 2).

Schaaf will "Schiedsrichter-Thematik zur Sprache bringen"

In dieser grätschte Frankfurts Slobodan Medojevic in Richtung Ball und bekam diesen dann aus kurzer Distanz an den Arm. Der Unparteiische Markus Schmidt (Stuttgart) sprach den Schalkern einen Handelfmeter zu - zu Unrecht, wie Fandel zugeben musste. „Dies ist nicht strafwürdig, weil es sich um einen natürlichen Bewegungsablauf handelt und somit keine Absicht zu unterstellen ist“, sagte der 50-Jährige und erklärte weiter: „Der Schiedsrichter unterlag in dieser Situation einzig und allein einem Wahrnehmungsfehler, keinem Auslegungsfehler der Handspielregel.“

Dennoch könnten vor allem die Szenen in Gelsenkirchen eine neue Debatte über Schiedsrichterleistungen, technische Hilfsmittel und ähnliche Thematiken auslösen. Dies ist unter anderem der Tatsache geschuldet, dass die Frankfurter nun schon zum wiederholten Male benachteiligt worden waren und die Fehleinschätzungen ansprechen wollen.

„Auf der nächsten Trainertagung werde ich die Schiedsrichter-Thematik zur Sprache bringen“, kündigte Frankfurts Trainer Thomas Schaaf am Montag an. Auch Frankfurts Vorstandsboss Heribert Bruchhagen ärgerte sich über die neuerliche Fehlentscheidung: „Wir haben die Nase voll von den gravierenden Entscheidungen. Wir sind total unzufrieden mit den Schiedsrichter-Leistungen“, hatte Bruchhagen am Sonntag geschimpft.

Lob für Gelb für Neuer

Eine Woche zuvor im Heimspiel gegen den FC Augsburg (0:1) war den Hessen ein vermeintlicher Strafstoß verweigert worden - nicht zuletzt, weil das Headset der Referees nicht funktionierte.

Lob sprach Fandel derweil dem Unparteiischen Christian Dingert aus, der im Punktspiel zwischen dem Hamburger SV und Bayern München ein absichtliches Handspiel von Nationaltorhüter Manuel Neuer außerhalb des Strafraums vollkommen richtig eingeordnet hatte. „Die Absicht des Handspiels war klar erkennbar. Da Manuel Neuer damit jedoch keine klare Torchance verhinderte, weil er sehr weit vor dem eigenen Tor war, war die Gelbe Karte eine korrekte Entscheidung“, betonte Fandel.

sid

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