Nach Knieverletzung

Löw will verletzten Schweinsteiger "nicht abschreiben"

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Bundestrainer Joachim Löw (l) bei einer Pressekonferenz der Fußball-Nationalmannschaft in Frankfurt am Main am 24.März.

Berlin - Die neue Knieverletzung von Bastian Schweinsteiger verändert die Kadersituation im deutschen Nationalteam - wahrscheinlich auch in Richtung EM. Löw will den Kapitän noch nicht abschreiben.

Nach dem Ausfall von Kapitän Bastian Schweinsteiger muss Joachim Löw sein personelles Konzept für die ersten Länderspiele des Jahres umstellen. Im defensiven Mittelfeld sind die Alternativen für das Duo Sami Khedira und Toni Kroos, die wohl am Samstag (20.45 Uhr) im EM-Test gegen England beginnen werden, im aktuellen Kader der deutschen Fußball-Nationalmannschaft nicht mehr allzu groß.

Der Dortmunder Ilkay Gündogan hatte wegen einer Fußblessur für den Klassiker-Doppelpack absagen müssen. Ein Comeback von Ex-Kapitän Philipp Lahm haben der Münchner selbst und nun auch nochmals Löw ausgeschlossen. „Ich weiß, das Philipp Lahm nicht zu einer Rückkehr zu bewegen ist. Daher ist es für uns kein Thema“, erklärte der DFB-Coach. Juventus-Profi Khedira soll jetzt eine Chefrolle besetzen. „Ich bin froh, dass er einen guten Rhythmus hat“, sagte Löw.

Für die EM ab 10. Juni in Frankreich will Löw den 31 Jahre alten Schweinsteiger trotz der neuen schweren Verletzung „keineswegs abschreiben“. Der 114-malige Nationalspieler von Manchester United hatte im Training der DFB-Auswahl einen Innenbandteilriss im rechten Knie erlitten. Es ist noch Zeit. Wir müssen heute noch keine Entscheidung fällen“, äußerte Löw. Schweinsteiger selbst hat der Rückschlag natürlich hart getroffen: „Mit dem Bundestrainer habe ich mich über meine Situation unterhalten, in den kommenden Wochen werden wir im engen Austausch bleiben.“

Was wären die Alternativen?

Eine Alternative für Löws EM-Kader wäre der Münchner Joshua Kimmich, den Löw vorrangig als einen Spieler „für die zentrale Position 6 oder 8“ einordnete. Zuletzt war das 21 Jahre alte Bayern-Talent mit guten Leistungen als Abwehrmann aufgefallen. „Es wird spannend werden, die jungen Spieler drängen nach vorne“, bemerkte Löw. Für die Partie gegen England am Samstag in Berlin und das Aufeinandertreffen mit Italien drei Tage später in München muss der Weltmeister-Coach jedoch andere Lösungen für die Mittelfeld-Zentrale finden.

Gegen die erstarkten Engländer erwartet der Bundestrainer eine harte Aufgabe. „Sie haben eine gute Struktur. Sie haben die Mannschaft verjüngt, spielen aus einer sicheren Defensive, kriegen wenig Gegentore und haben Spieler, die schnell im Konter sind“, warnte Löw.

dpa

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