Ermittlungen gegen Djilobodji

Juristisches Nachspiel für Kopf-ab-Geste

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Wegen dieser Geste ermittelt der DFB gegen Bremens Papy Djilobodji.

Frankfurt/Main - Der DFB-Kontrollausschuss hat ein Ermittlungsverfahren gegen Papy Djilobodji von Werder Bremen wegen dessen Kopf-ab-Geste eingeleitet.

Die „Kopf-ab-Geste“ des Bremers Papy Djilobodji (27) hat ein juristisches Nachspiel. Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) leitete auch offiziell ein Ermittlungsverfahren gegen den Innenverteidiger von Werder Bremen ein. Das gab der DFB am Montag bekannt. Djilobodji wurde „zu einer zeitnahen Stellungnahme aufgefordert“. Danach wird über den weiteren Fortgang des Verfahrens entschieden. Djilobodji droht möglicherweise eine Sperre von mehreren Spielen.

Der Senegalese hatte in der Partie gegen den FSV Mainz 05 (1:1) für einen Eklat gesorgt, als er nach einem Zweikampf mit Pablo de Blasis seinen Zeigefinger von links nach rechts über den Hals führte. Schiedsrichter Manuel Gräfe (Berlin) hatte die Szene nicht gesehen, deshalb konnte der DFB-Kontrollausschuss nachträglich Ermittlungen aufnehmen. Ex-Bundesliga-Referee Thorsten Kinhöfer forderte in der Bild am Sonntag Konsequenzen: „So eine Szene muss ein Nachspiel haben“. Er geht von einer Sperre aus: „Alles andere wäre für mich ein Skandal.“

Im November 2009 hatte Deniz Naki mit einer ähnlichen Geste für Wirbel gesorgt. Der damalige Angreifer vom FC St. Pauli hatte gegenüber Fans von Hansa Rostock mit der rechten Hand das Abschneiden des Halses angedeutet. Naki war damals wegen krass sportwidrigen Verhaltens nachträglich für drei Spiele gesperrt worden.

Für Skripnik eine "emotionale Sache"

Werder-Trainer Viktor Skripnik rechnete nach der Partie bereits mit einer möglichen Sperre. „Ich akzeptiere alles, was kommt“, sagte der Ukrainer, nahm Djilobodji aber auch in Schutz. Skripnik sprach von einer „emotionalen Sache“, Djilobodji habe „Temperament“, ist ein „afrikanischer Typ. Ich hätte das nie gezeigt.“

Sportchef Thomas Eichin kündigte bereits ein ernstes Gespräch an. „Ich werde mit ihm vernünftig darüber reden, und er wird es künftig nicht mehr machen“, sagte er bei Sky, wollte die Szene aber auch nicht dramatisieren: „Für mich war das eine Geste, die zeigen sollte, dass er nicht den sterbenden Schwan machen soll.“

Wegen Djilobodji haben die Bremer in kürzester Zeit erneut Ärger mit dem DFB. Erst vor zehn Tagen hatte das Sportgericht die beiden „Gelb-Schummler“ Zlatko Junuzovic und Clemens Fritz zu Geldstrafen verurteilt, nachdem sich das Mittelfeld-Duo vor der Partie gegen den FC Bayern absichtlich jeweils eine Gelbe Karte abgeholt hatte, um gegen den Rekordmeister gesperrt zu sein - und nicht gegen einen vermeintlich leichteren Gegner.

SID

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