Konsequenzen nach Eklat

Nach Nazi-Plakaten: Aue verhängt Stadionverbote

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Gegen die Urheber der Plakate wurde Anzeige erstattet.

Aue - Fußball-Zweitligist Erzgebirge Aue hat nach den Eklat um die „Nazi-Plakate“ im Heimspiel gegen RB Leipzig  (2:0) Maßnahmen ergriffen: Der Klub verhängte am Montag erste Stadionverbote.

In einer Stellungnahme gegenüber dem Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) bedauerte der Klub die Vorkommnisse. Man werde „das Erforderliche veranlassen, um zukünftig Vergleichbares zu unterbinden“, hieß es. Sollten weitere Täter ermittelt werden, werde es zusätzliche Stadionverbote geben.

Nach Einschätzung des Vereins und hinzugezogener Fachleute hätten die Vorfälle beim Hinspiel gegen Leipzig jedoch „keinen rechtsradikalen Hintergrund.“ Das rechtfertige das Geschehen jedoch in keiner Weise, erklärten die Auer. „Die Banner und das Transparent, das Herrn Mateschitz zeigt, verunglimpfen Herrn Mateschitz bzw. die Anhänger von RB Leipzig in strafbarer Weise, weil sie diese mit den einzigartigen Verbrechen der Zeit des Nationalsozialismus in Verbindung bringen“, hieß es.

Wie der Verein weiter erklärte, würden die auf Banner und Transparent zum Ausdruck gebrachten Vergleiche mit der Schreckensherrschaft des Nationalsozialismus die Einzigartigkeit der Verbrechen des Nationalsozialismus leugnen.

Die Polizei hat bereits drei Anzeigen erstattet. Je eine Anzeige beziehe sich auf das Plakat sowie auf das Transparent der Fans, die während des Spiels in der Kurve gezeigt wurden. Auf dem Plakat war RB-Besitzer Dietrich Mateschitz in Nazi-Uniform mit der Aufschrift „Aus Österreich nur das Beste für Deutschland“ zu sehen. Auf dem Spruchband war zu lesen: „Ein Österreicher ruft und ihr folgt blind, wo das endet weiß jedes Kind. Ihr wärt gute Nazis gewesen!“

Eine dritte Anzeige wurde wegen des Verdachts der schweren Körperverletzung erstattet. Aues Fans sollen nach Spielende den Platz gestürmt und mit Schneebällen und Eisbrocken gezielt auf Leipzigs Spieler geworfen haben. Das Auslaufen musste daraufhin beendet werden. Diesen Übergriff hatten auch fünf Leipziger Fan-Klubs in einem offenen Brief moniert.

SID

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