"Bis jetzt ist alles gut verlaufen"

Nach Tumor-OP: So geht es dem KSC-Kapitän

Dirk Orlishausen
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Dirk Orlishausen.

Karlsruhe - Eine Woche nach seiner Tumor-Operation am Hoden ist der Torwart und Kapitän von Zweitligist Karlsruher SC, Dirk Orlishausen, zuversichtlich.

„Bis jetzt ist alles gut verlaufen, alle Prognosen und Bilder sind bis jetzt gut bis sehr gut. Es deutet nichts darauf hin, dass es jetzt noch schlechter werden könnte“, erklärte er am Donnerstag. Eine Prognose, die auch Mannschaftsarzt Marcus Schweizer stützte: „Es stehen zwar noch endgültige Untersuchungen an, aber alles spricht im Moment dafür, dass er in fünf bis sechs Wochen wieder ganz normal am Trainingsbetrieb teilnimmt“, sagte der Mediziner.

Bei dem seltenen Eingriff, dem sich nach Angaben Schweizers in Deutschland jährlich nur rund 4000 überwiegend jüngere Männer unterziehen müssen, waren der Hoden und das bösartige Geschwulst über die Leiste entfernt worden. „Es gibt zwar eine Restwahrscheinlichkeit von ein, zwei Prozent, dass bei der Abschlussbesprechung noch etwas schlechtes zutage kommt“, räumte Schweizer ein. Bei Orlishausen seien aber alle Indikatoren durchweg positiv.

Der Schreck war allen Beteiligten rund um den Karlsruher Wildpark auch eine Woche nach der Operation in den Gesichtern abzulesen. Dass Orlishausen nun den Schritt in die Öffentlichkeit gegangen ist, sieht der 31-Jährige als erste Maßnahme zurück in die Normalität. „Ich fand es viel schwerer, gar nichts zu sagen. Ich habe die ganze Woche alle SMS und Anrufe geblockt, ich habe meine Familie drei Tage im Dunkeln gelassen, bis ich wusste, was die Bilder sagen“, erzählte er.

Den Endspurt in der 2. Bundesliga wird der KSC-Keeper zwar verpassen, seinen Blick hat Orlishausen aber bereits wieder nach vorne gerichtet. „Jetzt ist alles raus. Das ist für mich kein Thema, ich habe ja nichts verbrochen. Es ist jetzt so wie es ist, ich nehme das an. Ich hatte Glück im Unglück“, sagte er.

dpa

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