Neuer-Malheur: Dauersieger FC Bayern bei Arsenal gestoppt

Olivier Giroud erzielt für Arsenal nach dem Patzer von Manuel Neuer das 1:0. Foto: Tobias Hase
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Olivier Giroud erzielt für Arsenal nach dem Patzer von Manuel Neuer das 1:0. Foto: Tobias Hase
Arsenal erhöht sogar noch und gewinnt gegen Bayern München mit 2:0. Foto: Andy Rain
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Arsenal erhöht sogar noch und gewinnt gegen Bayern München mit 2:0. Foto: Andy Rain
Mesut Özil erzielte in der Nachspielzeit das 2:0 für die Gunners. Foto: Andy Rain
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Mesut Özil erzielte in der Nachspielzeit das 2:0 für die Gunners. Foto: Andy Rain
Pep Guardiola wartete vergeblich auf ein Tor des FC Bayern. Foto: Tobias Hase
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Pep Guardiola wartete vergeblich auf ein Tor des FC Bayern. Foto: Tobias Hase
Arsene Wenger sah ein sehr gutes Spiel seines Teams. Foto: Andy Rain
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Arsene Wenger sah ein sehr gutes Spiel seines Teams. Foto: Andy Rain
Manuel Neuer bewahrte sein Team im ersten Durchgang mit mehreren starken Paraden vor einem Rückstand. Foto: Andy Rain
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Manuel Neuer bewahrte sein Team im ersten Durchgang mit mehreren starken Paraden vor einem Rückstand. Foto: Andy Rain
Theo Walcott (L) hatte im ersten Durchgang die größte Chance zur Führung für die Gunners. Foto: Tobias Hase
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Theo Walcott (L) hatte im ersten Durchgang die größte Chance zur Führung für die Gunners. Foto: Tobias Hase
Aaron Ramsey im Zweikampf mit Xabi Alonso. Foto: Tobias Hase
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Aaron Ramsey im Zweikampf mit Xabi Alonso. Foto: Tobias Hase

London (dpa) - Ein Fauxpas des lange unüberwindbaren Manuel Neuer hat Dauersieger FC Bayern eine bittere Niederlage eingebrockt. Nach zwölf Pflichtspielsiegen nacheinander und einem Bundesliga-Startrekord kassierten die Münchner in der Champions League auswärts ein 0:2 (0:0) gegen den FC Arsenal.

Nach herausragenden Paraden vor der Pause machte der Fußball-Weltmeister bei einer Freistoßhereingabe im Getümmel eine sehr unglückliche Figur: Joker Oliver Giroud nutzte das zur Führung (77. Minute) - in der Nachspielzeit (90.+4) machte dann Mesut Özil alles klar.

Die Münchner bleiben in der Gruppe F nach einem mitreißenden Spiel mit sechs Punkten aber auf Kurs Gruppensieg. Die Londoner um die deutschen Weltmeister Özil und Per Mertesacker verbesserten nach zwei Auftaktniederlagen die Chancen auf das Weiterkommen.

"In den entscheidenden Momenten haben wir das Tor nicht gemacht", analysierte Bayern-Kapitän Philipp Lahm bei Sky. "Wir hatten große Möglichkeiten gegen eine sehr gute Mannschaft. Wir hatten das Spiel eigentlich größtenteils unter Kontrolle." Zum Gegentreffer von Giroud und dem Patzer von Welttorhüter Neuer meinte der Ex-Nationalspieler: "Das passiert. Man kriegt auch mal ein Gegentor, auch bei uns."

Das Duell zwischen dem Bundesliga-Rekordstarter und den Engländern, laut Bayern-Coach Pep Guardiola "eine der besten Mannschaften Europas", war vor 59 824 Zuschauern von Beginn an unterhaltsam. Die zwei spielstarken Teams suchten ihrem Naturell entsprechend nach Lösungen: Die Bayern mit viel Ballbesitz, der Tabellenzweite der Premier League mit Kontern über die schnellen Alexis Sanchez, Theo Walcott und Aaron Ramsey.

Die erste Chance hatte Özil, der mit einem Schuss an Neuer scheiterte (7.). Parierte der Torhüter schon in der Situation sehenswert, so zeigte er in der 33. Minute eindrucksvoll, warum er als einziger Schlussmann zu den Kandidaten für die Wahl zum FIFA-Fußballer des Jahres zählt - und wie! Mit einem Reflex auf der Linie verhinderte er das 0:1 durch Walcott, der frei zum Kopfball kam. "Das war Wahnsinn", fand Lahm. "Den hält auf der Welt glaube ich keiner außer Manuel."

Für die Engländer hatte die Partie nach zwei Niederlagen gegen Piräus und Zagreb in der Champions League Endspielcharakter - und dank ihres schnellen Umschaltspiels und der flinken Stürmer waren die "Gunners" schon vor der Pause mehrfach nah dran an der Führung. Im letzten Moment aber fehlte noch der Vollstrecker - oder eben Neuer überragte.

Weil auch dessen Gegenüber Petr Cech Königsklassen-Format besitzt, gingen die Mannschaften mit einem 0:0 der besseren Sorte in die Kabinen. Der Routinier glänzte nach einer schönen Bayern-Aktion beim Abschluss von Thiago (11.) und etwas später gegen Arturo Vidal (28.).

Weitere Großchancen sprangen für den deutschen Rekordmeister zunächst nicht heraus, weil die Bayern vorne nur selten eine Lücke gegen die Arsenal-Defensive um Kapitän Per Mertesacker fanden. Douglas Costa, der nach einer Pause beim 1:0 in Bremen ins Team zurückkehrte, zeigte nur sporadisch seine Spritzigkeit, konnte aber keine Akzente setzen.

In Durchgang zwei stellten sich die Münchner besser auf die schnellen Gegenstöße der Elf von Coach Arsène Wenger ein, in der Offensive probierten sie es vor allem mit Distanzschüssen. Große Gefahr ging dabei aber lange nicht aus. Erst Robert Lewandowski sorgte nach einem Konter in der 75. Minute für Aufregung, sein Abschluss aus nächster Nähe konnte Cech aber bravourös über die Querlatte lenken.

Torhüter Neuer war nach dem Seitenwechsel lange beschäftigungslos, ehe er wieder in den Fokus rückte - mit einem fatalen Fehler! Weil der Weltmeister einen Freistoß unterlief, konnte Giroud im Getümmel den Ball bedrängt von Jerome Boateng über die Linie köpfen. Von dem Schreck erholten sich die Münchner nicht mehr und gingen erstmals seit Anfang August im Supercup nicht als Sieger vom Platz.

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