Bellarabi, Schieber und Co.

Neuzugänge feiern Traumeinstände in der Bundesliga

Julian Schieber
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Julian Schieber (Mitte) jubelt mit den Kollegen.

Köln - Viele Zugänge haben bei ihren neuen Vereinen am ersten Bundesliga-Wochenende auf Anhieb Ausrufezeichen setzen können.

Neue Besen kehren gut: Viele Zugänge haben zum Auftakt der Fußball-Bundesliga bei ihren neuen Vereinen Traumeinstände gefeiert. Besonders spektakulär setzten Bayer Leverkusens heimgekehrter Rekordtorschütze Karim Bellarabi sowie „Doppelpacker“ Julian Schieber bei Hertha BSC Ausrufezeichen. Sie stellten neuverpflichtete Millionen-Stars wie Ciro Immobile (Borussia Dortmund), Robert Lewandowski und Juan Bernat (beide Bayern München) in den Schatten.

Auf den Trainer-Bänken konnten sich außerdem Roger Schmitt (Leverkusen) und Thomas Schaaf (Eintracht Frankfurt) über erfolgreiche Debüts freuen.

Die größte Show lieferte Bellarabi: Bei seinem Bundesliga-Comeback für Bayer nach einem Leihjahr bei Eintracht Braunschweig schrieb der 24-Jährige mit marokkanischen Wurzeln bei Leverkusens 2:0 über Gastgeber Borussia Dortmund durch sein Neun-Sekunden-Tor Geschichte. „Das ist etwas Besonderes und macht mich wahnsinnig stolz. Ich muss das erstmal verarbeiten“, kommentierte der frühere U21-Nationalspieler sein Blitztor. Bellarabis Vorlage zum entscheidenden 2:0 durch Stefan Kießling rundete den gelungenen (Wieder-)Einstand des gebürtigen Berliners bei den Rheinländern passend ab.

Noch erfolgreicher als Bellarabi war Schieber. Doch war die Freude des für drei Millionen Euro von Dortmund nach Berlin gewechselten Stürmers über seine beiden Treffer bei Herthas 2:2 gegen Werder Bremen angesichts der verspielten 2:0-Führung nicht ungetrübt: „Ein Start mit zwei Toren ist toll, aber ich hätte meine Tore gerne gegen drei Punkte für uns eingetauscht“, kommentierte der 25-Jährige seine Erstliga-Premiere für die alte Dame.

Während vermeintliche Trumpfasse wie Dortmunds 19-Millionen-Einkauf Immobile oder Bayern Wunschstürmer Lewandowski zum Auftakt in der Weltmeister-Liga noch nicht stechen konnten, machten sich deutlich preiswertere Spieler bei ihren neuen Klubs gleich auf Anhieb bezahlt. Bei Eintracht Frankfurts 1:0 gegen den SC Freiburg markierte der Schweizer Nationalstürmer Haris Seferovic (für 3,2 Millionen von Real Sociedad San Sebastian gekommen) ebenso den Siegtreffer wie beim 2:1-Erfolg von Hannover 96 gegen Schalke 04 der in Stuttgart geborene Spanier Joselu (für fünf Millionen Euro von 1899 Hoffenheim verpflichtet). Hoffenheims Sechs-Millionen-Mann Adam Szalai (zuletzt Schalke 04) stellte für die Kraichgauer beim 2:0 gegen den FC Augsburg durch seinen 1: 0-Führungstreffer die Weichen auf Sieg.

Beinahe hätte sich auch Münchens Zugang Sebastian Rode beim 2:1 der Bayern im Saisoneröffnungsspiel gegen den VfL Wolfsburg schon in die Torschützenliste eingetragen: Der Treffer des Ex-Frankfurters zum vermeintlichen 3:1 des Titelverteidigers jedoch wurde wegen einer falschen Abseitsentscheidung des Schiedsrichter-Gespanns nicht anerkannt.

Bellarabi und Seferovic bescherten durch ihre Treffer auch ihren Trainern gelungene Einstände. „Mehr kann man sich nicht wünschen“, sagte Leverkusens neuer Coach Roger Schmitt zum Coup seines Teams in Dortmund. Bei Seferovics Eintracht schien Schaaf seine vorherigen 41 Jahre bei Werder Bremen endgültig zu Erinnerungen gemacht zu haben: „Ich bin froh, dass ich in Frankfurt bin.“

sid

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