Saisonauftakt 2. Bundesliga

Nürnberg startet mit Sieg - Aufsteiger jubeln

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Trainer-Debütant Valerien Ismaël feiert mit dem 1. FC Nürnberg einen erfolgreichen Saisonstart.

Hamburg - Der 1. FC Nürnberg hat seine Mission Wiederaufstieg mit einem Sieg begonnen, Heidenheim setzte sich überraschend an die Tabellenspitze der 2. Liga.

Erfolgreiches Debüt für Trainer Valerien Ismaël beim 1. FC Nürnberg zum Start der Mission Wiederaufstieg, der 1. FC Heidenheim und Darmstadt 98 schreiben ihr Fußball-Märchen einfach fort: Das Aufsteiger-Duo hat sich zum Start der 2. Bundesliga völlig überraschend an die Tabellenspitze gesetzt.

Dahinter folgt der Club, der zum Auftakt 1:0 (0:0) gegen Erzgebirge Aue gewann und mit dem ehemaligen Bundesliga-Profi Ismaël auf der Bank die direkte Rückkehr ins Oberhaus anstrebt. Ausgerechnet Jakub Sylvestr (69.) ließ Nürnberg jubeln - der Slowake war im Sommer von Aue zu den Franken gewechselt.

Ein Einstand nach Maß gelang auch den Heidenheimern. Der Aufsteiger gewann sein erstes Spiel überhaupt in Liga zwei 2:1 (1: 1) gegen den FSV Frankfurt und übernahm zunächst die Tabellenspitze. Kapitän Marc Schnatterer (42.) und Joker Patrick Mayer (84.) machten den historischen Sieg des Drittliga-Meisters perfekt. Die Hessen mussten nach der Gelb-Roten Karte gegen Manuel Konrad (49.) wegen wiederholten Foulspiels lange in Unterzahl spielen.

Nach 21 Jahren Abstinenz holte Darmstadt mit 1:0 (1:0) gegen den SV Sandhausen wieder einen Sieg in der 2. Liga. Den Treffer des Tages am Böllenfalltor erzielte Torjäger Dominik Stroh-Engel (36.) per Handelfmeter. Sandhausens Timo Achenbach hatte den Ball zuvor auf der Linie mit der Hand geklärt und daraufhin die Rote Karte gesehen. Der Karlsruher SC und Union Berlin trennten sich torlos. Montag schließen der 1. FC Kaiserslautern und 1860 München (20.15 Uhr/Sky und Sport1) den Spieltag ab.

Am Samstag hatte der umstrittene Aufsteiger RB Leipzig dagegen ein unspektakuläres Debüt hingelegt. Die ambitionierten Sachsen kamen zu Hause trotz großer Überlegenheit (20:3 Torschüsse) gegen den VfR Aalen nicht über ein 0:0 hinaus. „Unser Anspruch ist es, so ein Spiel zu gewinnen. Wir hatten genügend Chancen für ein Tor. Mit höherer Klasse müssen wir die immer mehr verwerten“, sagte Trainer Alexander Zorniger, der sich über den ehemaligen Nationalspieler Marvin Compper als nächste Verstärkung freuen konnte. Zudem soll noch der kroatische WM-Teilnehmer Ante Rebic kommen.

Der FC St. Pauli vermied dank Sören Gonther (78.) im heimischen Millerntor-Stadion gerade noch einen Fehlstart. Der Innenverteidiger glich in der Schlussphase gegen den FC Ingolstadt die Führung durch Alfredo Morales (42.) noch aus. Der VfL Bochum schaffte in einer aggressiv geführten Partie gegen die SpVgg Greuther Fürth (1:1) ebenfalls keinen Sieg.

Erstmals in der Geschichte der 2. Liga startete das Unterhaus am Freitagabend mit einem offiziellen Eröffnungsspiel. Und die 41.667 Zuschauer kamen bei dem 2:2 (1:0) zwischen Fortuna Düsseldorf und Eintracht Braunschweig voll auf ihre Kosten. Der Bundesliga-Absteiger aus Niedersachsen sowie die Fortuna untermauerten ihren Anspruch auf den Aufstieg.

„Die Mannschaft hat Charakterstärke bewiesen und fantastischen Fußball gezeigt. Ich bin zufrieden mit dem Punkt“, sagte Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht, der hinterher aber auch mit den Entscheidungen von Schiedsrichter Deniz Aytekin haderte, der bei zwei elfmeterreifen Szenen keinen Strafstoß für die Löwen gab. „Wenn ein LKW von der Seite kommt, dann kannst du als Fiat 500 nicht mehr ausweichen“, sagte Lieberknecht etwa zum harten Rempler von Düsseldorfs Heinrich Schmidtgal gegen Havard Nielsen: „Das war schon eine ganz klare Szene.“

SID

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