Trainer hat die 100 Spiele voll

Bittersüßes Streich-Jubiläum in Freiburg

Das Spiel zwischen dem SC Freiburg und dem Hamburger SV endete 0:0. Foto: Ronald Wittek
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Das Spiel zwischen dem SC Freiburg und dem Hamburger SV endete Unentschieden.

Freiburg - Christian Streich hat die 100 Spiele als Trainer des SC Freiburg in der Fußball-Bundesliga voll gemacht. Hamburgs starker Keeper Jaroslav Drobny verdirbt ihm allerdings das perfekte Jubiläum.

"Alle haben es die 100 Spiele mit mir ausgehalten. Ich komme immer noch glücklich ins Trainerbüro", sagte der Coach der Breisgauer nach dem mageren 0:0 im Kellerduell gegen den HSV. "Es ist nicht alles schief gegangen", ergänzte er.

Dafür patzte Vladimir Darida vor 24 000 Zuschauern. HSV-Keeper Jaroslav Drobny rettete den Norddeutschen mit einem gehaltenen Foulelfmeter in der 2. Minute gegen den Tschechen den fünften Auswärtspunkt dieser Saison. "Die Mannschaft hat gerackert, gekämpft, wie es sich im Abstiegskampf gehört", resümierte Hamburgs Trainer Joe Zinnbauer und räumte ein: "Wir hätten den Sieg auch nicht verdient gehabt."

Die Norddeutschen, die in Freiburg nur eine ihrer vergangenen acht Partien verloren haben, sehnen sich schon seit 20 Monaten auf zwei Dreier in Serie. Streich wartet nach der Nullnummer in seinem 100. Bundesligaspiel auf der Trainerbank der Breisgauer mit seinem Team seit vier Partien auf einen Sieg. "Wie die Mannschaft aufgetreten ist, hat mir gefallen", erklärte Streich dennoch und sah bei seiner Truppe "mehr und bessere Torchancen".

Das Nord-Süd-Duell begann mit einem Knalleffekt. Hamburgs Ronny Marcos foulte schon kurz nach dem Anpfiff Felix Klaus klar im Sechzehner - nach Rücksprache mit seinem Assistenten entschied Schiedsrichter Wolfgang Stark in seinem 300. Ligaspiel auf Elfmeter. Drobny parierte den schwachen Schuss von Darida sicher. Es war bereits der sechste Elfmeter für den SC in dieser Saison. "Das war top, alle sind froh darüber", sagte Zinnbauer über Drobnys Glanztat.

Freiburg und Hamburg lieferten sich einen intensiven Schlagabtausch, viele Fehler im Spielaufbau auf beiden Seiten trübten jedoch das Bild. Zündende Ideen in der Offensive waren Mangelware. Einsatz, Laufbereitschaft und Leidenschaft waren Trumpf.

Während Streich seine Startelf auf drei Positionen änderte, nahm Zinnbauer nur einen Wechsel vor. Für Petr Jiracek kehrte Valon Behrami nach muskulären Probleme ins defensive Mittelfeld zurück und prüfte nach 21 Minuten SC-Keeper Roman Bürki mit einem Fernschuss.

Zinnbauer trieb seine Spieler von der Seitenlinie aus ebenso lautstark an wie sein Trainer-Kontrahent Streich. Das half aber nicht. Der HSV agierte entschlossen in der Defensive, fand im Aufbau jedoch keine schlüssigen Lösungen. Immer wieder war Drobny als Spieleröffner gefragt.

Angetrieben von Jonathan Schmid in seinem 100. Bundesligaspiel, gehörte den Breisgauern die Anfangsphase der zweiten Hälfte. Erst wehrte Drobny (50.) nach einer Flanke von Sascha Riether einen gefährlichen Kopfball des gebürtigen Straßburgers aus kurzer Distanz ab, dann verzog der Offensivspieler (51.) selbst. Die Freiburger machten weiter Dampf; einen Lattentreffer hatte aber der HSV zu verzeichnen, nachdem Marc-Oliver Kempf einen Schuss von Nicolai Müller unfreiwillig ablenkte.

Streichs Männer bemühten sich, doch richtige Gefahr konnten sie nicht erzeugen. Auf der Gegenseite verfehlte der wenige Minuten zuvor eingewechselte Mohamed Gouaida (74.) nach einer Flanke von Marcos knapp Bürkis Tor. Insgesamt fehlte beiden Teams deutlich die Qualität im Vorwärtsgang. Sowohl der SC als auch der HSV blieben damit in der Abstiegszone.

dpa

Spieldaten:

Ballbesitz in %: 51,2 - 48,8

Torschüsse: 9 - 10

gew. Zweikämpfe in %: 34,4 - 65,6

Fouls: 19 - 9

Ecken: 4 - 2

Quelle: optasports.com

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