Oranje zittert um EM - Island und Tschechien qualifiziert

Der Niederländer Wesley Sneijder (M) geht nach der 0:3-Niederlage über das Spielfeld. Foto: Koen Van Weel
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Der Niederländer Wesley Sneijder (M) geht nach der 0:3-Niederlage über das Spielfeld. Foto: Koen Van Weel
Die Engländer um Wayne Rooney (r) sind definitiv bei der EM 2016 dabei. Foto: Sean Dempsey
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Die Engländer um Wayne Rooney (r) sind definitiv bei der EM 2016 dabei. Foto: Sean Dempsey
Der Isländer Jon Dadi Bodvarsson (r) kämpft mit dem Kasachen Sergei Maliy um den Ball. Foto: Stringer
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Der Isländer Jon Dadi Bodvarsson (r) kämpft mit dem Kasachen Sergei Maliy um den Ball. Foto: Stringer
Josip Drmic feiert mit seinem Schweizer Teamkollegen Valon Behrami. Foto: Laurent Gillieron
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Josip Drmic feiert mit seinem Schweizer Teamkollegen Valon Behrami. Foto: Laurent Gillieron
Gareth Bale hadert mit einer vergebenen Torchance gegen Israel. Foto: Dimitris Legakis
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Gareth Bale hadert mit einer vergebenen Torchance gegen Israel. Foto: Dimitris Legakis

England, Tschechien und Island stehen neben Gastgeber Frankreich als EM-Teilnehmer fest. Österreich fehlt nur noch ein Punkt, auch Spanien ist wieder auf Nummer eins. Die Niederlande dagegen drohen das Turnier im kommenden Jahr nach einer weiteren Pleite zu verpassen.

Berlin (dpa) - Auch unter dem neuen Bondscoach Danny Blind steckt die niederländische Fußball-Nationalmannschaft weiter tief in der Krise. Der WM-Dritte steht in der Qualifikation für die EM 2016 in Frankreich vor dem Aus.

Oranje verlor am Sonntag in Konya 0:3 (0:2) gegen die Türkei und kann aus eigener Kraft nicht mehr den dritten Rang, der zur Teilnahme an den Playoffs berechtigt, erreichen. Das Fußball-Mutterland England, Tschechien und überraschenderweise auch Island lösten dagegen das EM-Ticket. Die krassen Außenseiter aus Island schafften drei Tage nach dem 1:0-Triumph in Amsterdam dank eines 0:0 gegen Kasachstan das kleine Wunder und qualifizierten sich erstmals in ihrer Geschichte für ein großes Turnier. Tschechien gewann 2:1 in Lettland.

"Wir haben unser Schicksal nicht mehr in der Hand", sagte Danny Blind nach der neuerlichen Pleite des WM-Dritten von 2014 im niederländischen Fernsehsender NOS. Ähnlich äußerte sich auch Angreifer Robin van Persie: "Die ganze Qualifikation war unglaublich schwierig. Wir haben noch eine Chance, aber können es nicht mehr aus eigener Kraft schaffen, was schrecklich ist."

Die zuletzt schwächelnden Spanier übernahmen als Titelverteidiger die Tabellenführung auf dem Weg zur Europameisterschaft vom 10. Juni bis 10. Juli in Frankreich. Nur noch einen Punkt braucht Österreich. Vor allem dank maßgeblicher Hilfe aus der Bundesliga kann auch die Schweiz schon am kommenden Dienstag die Qualifikation perfekt machen.

So schnell kann es für WM-Gastgeber Russland nicht gehen. Immerhin hielt die Sbornaja mit einem Sieg gegen Rivale Schweden aber die Chancen auf eine Teilnahme an der EM am Leben. Keiner war aber schneller als England. Ein Jahr nach dem peinlichen WM-Aus im Eiltempo lösten die Three Lions mit der stolzen Bilanz von sieben Siegen aus sieben Spielen angeführt von Rekordtorschütze Wayne Rooney als erste Nation das EM-Ticket.

Trainer Roy Hodgson dachte nach dem 6:0 in San Marino aber schon an die Testspiele unter anderem gegen den Gastgeber sowie gegen Weltmeister Deutschland: "Wir brauchen diese Spiele, in unserer Gruppe hatten wir ziemliches Glück und mussten nicht gerade immer gegen Top-Teams antreten."

Nach dem betrüblichen Ende in der WM-Vorrunde können sich die Three Lions keine weitere Blamage leisten. Dafür müsste Rooney aber seine Endrunden-Blockade ablegen: Nur vier seiner 49 Tore erzielte der 29 Jahre alte Profi von Manchester United in einer Endrunde (drei bei einer EM, eins bei einer WM). Tor Nummer 50, mit dem er Englands Ikone Sir Bobby Charlton überholen würde, will Rooney am kommenden Dienstag im Wembleystadion gegen die Schweiz erzielen.

Zwei Stunden nach den Engländern machten die Schweizer in einer verrückten Schlussphase mit Toren in der 80., 84. und vierten Minute der Nachspielzeit einen Riesenschritt Richtung EM. "Das war total verrückt. So ein Spiel habe ich noch nie erlebt", meinte Mönchengladbachs Granit Xhaka nach dem 3:2 gegen Slowenien. Die Schweizer haben vor dem nächsten Spiel am Dienstag in England 15 Punkte. Estland hat 10 Zähler nach einem 1:0 gegen Litauen. Slowenien bleibt bei neun Punkten. Etwas weniger dramatisch machte es Österreich. Die Mannschaft von Ex-Bundesliga-Coach Marcel Koller schlug in Wien Moldawien mit 1:0 und hat nun 19 Punkte als Spitzenreiter der Gruppe G. Holen die Österreicher im nächsten Spiel gegen Schweden (11) einen Punkt, sind sie für die EM qualifiziert.

Platz eins ist praktisch vergeben, um den zweiten streiten sich die Schweden und Russland. Der künftige WM-Gastgeber feierte im vermeintlichen Schicksalsspiel mit dem neuen Nationaltrainer Leonid Sluzki gegen den Konkurrenten aus Skandinavien einen 1:0-Erfolg. In der Gruppe C revanchierte sich EM-Titelverteidiger Spanien gegen die Slowakei für die bislang einzige Niederlage in der Qualifikation. Mit 2:0 gewann die Elf von Vicente del Bosque. Beide haben 18 Punkte. Dritter ist die Ukraine (15) nach einem 3:1 über Weißrussland.

Bericht von Sieg und Tor Rooney 2003 gegen Mazedonien

Profil Rooney auf Verbands-Homepage

Liveticker UEFA

Reaktion Schweizer Verband

Reaktion Hodgson

Bericht Blick

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