Rehhagel: „Das traf uns mit solch einer Wucht"

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Otto Rehhagel hat mit Hertha BSC offensichtlich abgeschlossen.

Berlin - Otto Rehhagel hat mit Hertha BSC offensichtlich abgeschlossen. Für den Verein prophezeite er eine neue Zeitrechnung - ohne ihn. Die Gründe für den Abstieg liegen Rehhagel zufolge klar auf der Hand.

„Für Hertha beginnt jetzt eine neue Zeitrechnung“, sagte der Fußball-Trainer in einem Interview der „Bild am Sonntag“ und fügte hinzu: „Ohne Otto Rehhagel.“ Der 73-Jährige hatte den Trainerposten bei dem Berliner Verein Ende Februar übernommen.

Mehr als der Relegationsplatz sprang aber nicht heraus. Derzeit ist noch offen, ob Hertha nach dem abgewiesenen Einspruch gegen die Wertung des chaotischen Relegationsrückspiels bei Fortuna Düsseldorf (2:2) auch noch vor das Ständige Schiedsgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zieht.Das DFB-Bundesgericht hatte die Berufung der Berliner gegen das Urteil des DFB-Sportgerichts zurückgewiesen.

Irre Fan-Randale in der Relegation

Irre Fan-Randale in der Relegation

Rehhagel bekannte in dem Interview aber bereits, dass er sich bei der Verhandlung am vergangenen Freitag in Frankfurt am Main vor dem Bundesgericht „total unwohl“ gefühlt habe. „Das war nicht meine Welt. Ich habe das nur im Sinne der Hertha gemacht.“ Für den gebürtigen Essener lagen die Gründe für das sportliche Scheitern von Hertha woanders. „Der Abstieg ist auf dem Platz geschehen“, sagte Rehhagel und erinnerte an „zu viele individuelle Fehler“, Verletzungen, Platzverweise und Eigentore. „Das alles traf uns mit solch einer Wucht, dass wir es nicht mehr kompensieren konnten.“

Er werde nun alles in Ruhe mit dem Vorstand besprechen. „Ich gehe im Guten“, sagte Rehhagel, der die Frage, ob er Hertha weiter beraten werde, jedoch mit einem klaren „Nein!“ beantwortete. Hingegen ließ er sich seine Zukunft offen: „Erst wenn der liebe Gott sagt: Otto, das war's, dann ist für mich Schluss.“

dpa

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