Paderborn verpasst Befreiungsschlag gegen Hoffenheim

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Nullnummer in Paderborn. Kein Sieger beim Duell SC Paderborn gegen 1899 Hoffenheim. Foto: Oliver Krato

Wieder kein Tor, erneut kein Sieg. Dennoch schöpfte der SC Paderborn nach dem 0:0 gegen Hoffenheim neuen Mut im Kampf um den Klassenverbleib. Der Trend und die Abschlussschwäche verheißen allerdings wenig Gutes.

Paderborn (dpa) - Mit der Leistungskurve ging es aufwärts, in der Tabelle aber weiter bergab. Nach der Nullnummer gegen die TSG 1899 Hoffenheim haderten die erstmals auf einen direkten Abstiegsplatz abgerutschten Paderborner einmal mehr mit ihrer Chancenauswertung.

Trotz Überzahl in den letzten 25 Minuten und einer Vielzahl von Möglichkeiten müssen die SC-Fans weiter auf das erste Heimtor ihres Teams in der Rückrunde warten. Gleichwohl wertete Trainer André Breitenbacher die Partie als ermutigend: "Ich habe meiner Mannschaft gesagt, dass sie sehr stolz auf sich sein kann. Wenn wir weiter so auftreten, muss uns nicht angst und bange sein."

Nach zuvor nur einem Sieg aus den vergangenen 15 Spielen war der Aufsteiger einem Dreier so nahe wie lange nicht. Die Gelb-Rote Karte für den Hoffenheimer Ermin Bicakcic (65. Minute) leitete eine Paderborner Drangphase ein. Doch Gäste-Keeper Oliver Baumann rettete seiner Mannschaft mit Glanzparaden den glücklichen Punktgewinn. Das veranlasste Trainer Markus Gisdol zu einem Extralob für den Schlussmann: "Oli hat herausragend gehalten. Mit diesem Punkt können wir gut hier wegfahren."

Die mutige Maßnahme von Breitenreiter, sein Team im Vergleich zur enttäuschenden Vorstellung in Frankfurt (0:4) gleich auf sechs Positionen zu ändern, machte sich bezahlt. Schließlich verhalf sie zu mehr Biss und Stabilität. Nur die Durchschlagskraft der zuletzt harmlosen Offensive blieb erhalten. Doch Breitenreiter sieht Licht am Ende des Tunnels: "Ich bin überzeugt, dass schon bald der Ball wieder im Netz zappeln und die Brust dann wieder breiter wird."

Nach einer bisher schwachen Rückrunde mit einer Tordifferenz von 2:24 war die Verunsicherung vor dem Kasten von Baumann groß. Das brachte die kampfstarken Paderborner um den verdienten Lohn. "Endlich mal wieder ein Zeichen, bei dem man sieht, dass Paderborn noch nicht tot ist. Und dann gewinnen die anderen auch noch", klagte Einwechselspieler Süleyman Koc beim Blick auf die Tabelle mit Bezug auf den Sieg des bisherigen Vorletzten aus Freiburg über Augsburg sowie dem Dreier des VFB Stuttgart gegen Eintracht Frankfurt.

Weil es auch den Gästen im Spiel nach vorn an Ideen mangelte, hielt sich der Unterhaltungswert der Partie lange Zeit in Grenzen. So musste SC-Schlussmann Lukas Kruse vor der Halbzeit nur bei einem harmlosen Distanzschuss von Hoffenheims Regisseur Roberto Firmino (26.) eingreifen. Für eine Mannschaft mit Europacup-Ambitionen blieben die Gäste bedenklich harmlos. Gisdol sah sich für seine Einschätzung vor der Partie bestätigt: "Ich habe nicht umsonst vor Paderborn gewarnt. Es ist schwer bei der Paderborner Spielweise, Struktur ins Spiel zu bringen."

Der Platzverweis für Bicakcic brachte sein Team mächtig ins Wanken. Der Abwehrspieler war sich jedoch keiner Schuld bewusst. "Das ist ein Witz, ich bin richtig angefressen", kommentierte er die Entscheidung von Schiedsrichter Markus Schmidt.

Spieldaten:

Ballbesitz in %: 47,9 - 52,1

Torschüsse: 15 - 8

gew. Zweikämpfe in %: 50,9 - 49,1

Fouls: 19 - 19

Ecken: 9 - 4

Quelle: optasports.com

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