Neuer Moderator bei "Heute im Stadion"

Bayern, 1860 oder Augsburg - für wen jubelt Philipp Eger?

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Philipp Eger (li.) mit Vorgänger Christoph Deumling

München - Am Samstag steht Phillipp Eger zum ersten Mal als neuer Moderator von "Heute im Stadion" am Mikrofon. Im tz-Interview verrät er, für welche bayerischen Vereine sein Herz schlägt. 

Debüt für das neue Gesicht des BR-Radioklassikers Heute im Stadion! Am Samstag ist der gebürtige Augsburger Philipp Eger erstmals Studio-Stimme und löst nach 20 Jahren BR-Legende Christoph Deumling (59) ab, der nach der vergangenen Saison seinen Rückzug erklärte. Die tz hat mit dem 39-Jährigen vor seiner ersten Heute-im-Stadion-Moderation gesprochen.

Herr Eger, welche Schuhgröße haben Sie?

Eger: 44.

Passt man damit in die Fußstapfen Ihres Vorgängers?

Eger:Ich weiß nicht, welche Schuhgröße Christoph Deumling hat, aber seine Fußstapfen sind definitiv groß, klar. Er hat mir kürzlich eine sehr nette Mail geschrieben und darin gesagt, dass er sich als Hörer auf mich freut. Ich will die neue Aufgabe auf meine Art und mit Freude angehen, aber obwohl ich seit über zehn Jahren bei Bayern3 moderiere, erhöht sich langsam mein Pulsschlag, das muss ich zugeben. Mein Opa hat bereits Heute im Stadion gehört, ich wurde als Jugendlicher davon infiziert.

Mussten Sie für Ihren neuen Job einen Bewerbungsprozess durchlaufen?

Eger:Nein, ich wurde gefragt und das hat mich extrem stolz gemacht. Ich habe maximal 0,1 Sekunden nachgedacht und gleich zugesagt.

Sie sind Augsburg-Fan, können Sie neutral bleiben?

Eger:In den Derbys muss ich es zumindest versuchen. Ich bin in Augsburg aufgewachsen, auch wenn ich mittlerweile in Erlangen wohne, ist es meine Heimat und ich finde es großartig, dass der FCA ein fester Bestandteil der ersten Liga geworden ist. Durch meinen Wohnort liegt mir aber auch der Club am Herzen und die Bayern mag ich auch. Meiner Stimme wird man es nicht immer anmerken, aber wenn ein bayerisches Tor fällt, gibt’s die Eger-Jubelfaust.

Kennen Sie alle Spieler der bayerischen Vereine?

Eger:Ja, da kommt mir zugute, dass ich nach wie vor als Reporter im Einsatz bin. Ich war in dieser Saison schon in Augsburg, Nürnberg, München und Würzburg.

Haben Sie bei Münchens Vereinen eine Präferenz?

Eger:Auweia, eine Fangfrage. Mein Vorgänger war Löwenfan durch und durch. Ich muss zugeben, Rot liegt mir näher als Blau. Aber ich gönne es den Löwen, dass sie nicht wieder von Anfang an hinten drinstehen. Vielleicht läuft es in dieser Saison endlich so, wie es sich der Verein vorstellt.

Warum sollten unsere Leser das Radio einschalten und nicht in die nächste Sportkneipe gehen?

Eger:Weil es kein Medium gibt, das so schnell und so emotional ist. Zudem liegt unser Fokus auf den bayerischen Vereinen, näher dran als bei uns sind sie nirgendwo.

Die größte Kritikerin haben Sie zu Hause, nehme ich an? Ihre Frau Julia Büchler ist Sportmoderatorin.

Eger:Da haben Sie recht. Unsere Diskussionen zu Hause laufen meistens gut, im Stadion können aber schon mal die Fetzen fliegen, meine Frau ist glühender Club-Fan.

Und die vier Kinder zu Hause in der Patchwork-Familie (drei Mädels, ein Bub, d. Red.) sitzen die am Samstag auch vor dem Radio?

Ja, sie sind alle fußballbegeistert, die Älteste (14) und der mittlere (9) spielen selbst Fußball im Verein. Aber keine Sorge, beim Geschichtenvorlesen falle ich nicht in den Kommentatoren-Ton, das passiert eher, wenn wir zu Hause bei uns am Kicker ein Duell ausfechten.

Interview: Mathias Müller

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