Podolski: Kann der Nationalmannschaft immer noch helfen

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Lukas Podolski

Mailand - Lukas Podolski hat mit Inter Mailand ehrgeizige Ziele. Die nächsten Monate will sich der Stürmer nur auf Fußball konzentrieren und vor allem mehr spielen. Das soll auch Bundestrainer Löw überzeugen.

Lächelnd betrat Lukas Podolski das Podium und posierte im weißen Inter-Poloshirt für die Fotografen. Seine Vorstellung bei Inter Mailand absolvierte der deutsche Fußball-Nationalspieler gut gelaunt und selbstbewusst. Mit mehr Spielpraxis als zuletzt beim FC Arsenal will der 29-Jährige auch seine Position im DFB-Team stärken. „Ich bin überzeugt, wenn ich hier spielen sollte, dass ich auch weiter Thema in der Nationalmannschaft bin und von daher mache ich mir jetzt erstmal keine Gedanken, dass es anders sein könnte“, sagte er am Donnerstag.

Bundestrainer Joachim Löw hatte im November zur Situation des 121-maligen Nationalspielers mit geringen Einsatzzeiten beim FC Arsenal gesagt, dass es „zwingend notwendig“ sei, dass er regelmäßig spiele. Podolski erklärte: „Ich fühle mich in der Nationalmannschaft immer noch wohl und denke, ich habe noch immer eine gute Position da und kann der Mannschaft auch weiterhelfen.“ Er sei froh, sich jetzt nur auf den Fußball und die nächsten Spiele zu konzentrieren.

Sein Ziel mit Inter ist in dieser Saison Rang drei und damit die Qualifikation zur Champions League. „Da wollen wir hin, der Trainer, das Team. Ich werde alles dafür tun, es sind nur ein paar Punkte. Wir können es schaffen“, sagte er trotz acht Punkten Rückstand. Rund 50 Journalisten aus aller Welt waren am Donnerstag zur Vorstellung des deutschen Weltmeisters auf dem Inter-Clubgelände im Norden Mailands gekommen - darunter auch Skandinavier, Briten und Brasilianer.

Für Podolski gehören die Mailänder „immer noch zu den zehn größten Clubs der Welt, die großen Erfolge liegen nicht weit zurück“. Der frühere Bundesliga-Profi urteilte: „Die Serie A ist immer noch eine Top-Liga in Europa mit Top-Mannschaften.“ Inter-Trainer Roberto Mancini lobte seinen neuen Angreifer bereits: „Er ist ein großartiger Spieler und Weltmeister, hat für einige der größten Clubs der Welt gespielt.“

Den Ausschlag für den Wechsel nach Mailand hätten letztendlich die Gespräche mit Mancini und Sportdirektor Piero Ausilio gegeben, erklärte Podolski. „Ich hatte drei, vier Optionen, wo ich noch hingehen konnte“, sagte er. „Jetzt bin ich wirklich glücklich, hier zu sein, weil ich denke, dass es die beste Entscheidung für mich war.“ Er habe vom ersten Moment an ein gutes Gefühl gehabt.

Am Freitag hatten Hunderte Fans den früheren Kölner am Flughafen begrüßt. „Der Empfang war Weltklasse. Ich hatte damit niemals gerechnet, dass so viele Leute da sind. Das war einmalig“, schwärmte Podolski. Über seine Zukunft will sich der Angreifer noch keine Gedanken machen. „Ich will spielen und Inter helfen, nach oben zu kommen. Was nach den fünf, sechs Monaten passiert, wird man sehen.“

Bei Inter trifft Podolski voraussichtlich auf Xherdan Shaqiri, der am Freitag zum Medizincheck erwartet wird. „Er ist ein guter Spieler, gar keine Frage und ich denke, er wird der Offensive gut tun“, sagte Podolski über den Mittelfeldspieler vom FC Bayern. Shaqiris Wechsel in die Serie A könnte in den nächsten Tagen offiziell werden. Am Freitag sollte der Schweizer Nationalspieler den Medizincheck in der norditalienischen Metropole absolvieren.

„Wenn er kommen sollte, ist er eine gute Verstärkung“, urteilte Podolski über Shaqiri, der am Donnerstagabend in Mailand landete und von zahlreichen Fans am Flughafen empfangen wurde. „Ich freue mich, hier zu sein. Diese Fans sind wundervoll“, sagte Shaqiri nach seiner Ankunft. Ob der 23-Jährige schon am Sonntag im Heimspiel gegen CFC Genua zum Einsatz kommen kann, war zunächst noch nicht klar.

Die Clubs sind sich bereits über einen Wechsel einig. Einzig die Situation in der Europa League dürfte einem der prominenten Neuzugänge nicht schmecken: Inter darf aufgrund der UEFA-Regularien nur einen Spieler für die K.o.-Runde nominieren, der diese Saison bereits zuvor für einen anderen Club in der Gruppenphase eines europäischen Wettbewerbs aktiv war.

dpa

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