Pilotprojekt in NRW

Polizei verringert Präsenz bei Fußballspielen

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Diese Bilder werden bis Ende September weniger zu sehen sein in der Bundesliga.

Düsseldorf - Die Polizei in Nordrhein-Westfalen wird in einem Pilotprojekt ihre Präsenz bei Fußballspielen deutlich verringern. Einige BL-Partien sollen komplett ohne Polizei-Kräfte durchgeführt werden.

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat zurückhaltend auf den Vorstoß des NRW-Innenministeriums reagiert, in einem Pilotprojekt die Polizeipräsenz bei ausgewählten Spielen zu verringern. „Wir waren im Vorfeld nicht über entsprechende Konzepte informiert. Die Überlegungen des nordrhein-westfälischen Innenministeriums sind aber im Grundsatz durchaus nachvollziehbar“, ließ Ligapräsident Reinhard Rauball mitteilen: „Man wird sehen, zu welchen Ergebnissen der Pilot-Versuch kommt.“

NRW-Innenminister Ralf Jäger habe Rauball in einem persönlichen Gespräch „glaubhaft versichert, dass es nicht darum geht, die Polizei aus dem öffentlichen Raum zurückzuziehen“. Die DFL setze „in Sicherheitsfragen weiter auf einen konstruktiven Dialog mit der Innenministerkonferenz der Bundesländer“, hieß es in Rauballs Stellungnahme.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) bewertet das Projekt ebenfalls abwartend. „Es ist Sache der Polizei einzuschätzen, mit welchen Einsatzkonzepten und welchem Personalaufwand sie die Spiele begleitet“, sagte der DFB-Sicherheitsbeauftrage Hendrik Große Lefert: „Für uns ist dabei die klare Zusage entscheidend, dass die Sicherheit auch künftig durch die bereitgestellten Einsatzkräfte gewährleistet wird.“

SPD-Politiker Jäger hatte am Montag einen Bericht der Bild-Zeitung bestätigt, bei ausgewählten Bundesligaspielen der ersten vier Spieltage auf Bereitschaftspolizei rund um die Stadien weitestgehend zu verzichten, um Kosten zu reduzieren. Risikospiele sollen von der Maßnahme unangetastet bleiben.

Das Pilotprojekt stößt in die Debatte um die Beteiligung der Deutschen Fußball Liga (DFL) an den Kosten für Polizeieinsätze rund um die Spiele der Bundesliga. Zuletzt hatte der Bremer Senat beschlossen, die DFL an den Ausgaben für die Polizeieinsätze bei Fußballspielen zu beteiligen. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) entzog Bremen daraufhin die Ausrichtung des Länderspiels gegen Gibraltar.

sid

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