Unentschieden beim alten Klub

Punkt in Mainz: Kramny führt VfB zu Achtungserfolg

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Der Ball wollte nicht ins Tor: Zwischen Mainz und Stuttgart hieß es am Ende 0:0.

Mainz - Alte Heimat, neue Hoffnung: Jürgen Kramny ist als Interimstrainer des VfB Stuttgart ein Achtungserfolg bei seinem Ex-Klub gelungen.

Der taumelnde Fußball-Bundesligist aus der Schwaben-Metropole, der nur einen Punkt aus den vergangenen vier Partien geholt hatte, schaffte zum Auftakt des vorletzten Hinrunden-Spieltags immerhin ein 0:0 beim zuletzt so starken FSV Mainz 05.

Der VfB hat allerdings seit über zehn Jahren nicht mehr in Mainz gewonnen und bleibt trotz des Punktgewinns auf dem vorletzten Platz. Am Samstag könnten die Schwaben (12 Punkte) sogar die Rote Laterne übernehmen. Die seit sechs Spielen ungeschlagenen Mainzer (24 Zähler) verpassten den Sprung auf Rang vier.

„In unserer Situation ist ein Punkt eigentlich zu wenig, aber Mainz ist gut drauf. Daher ist ein Punkt nicht schlecht“, sagte VFB-Sportdirektor Robin Dutt bei Sky.

Kramny hat 15 Jahre lang in Mainz gelebt, seine beiden Kinder wurden dort geboren. Der 44-Jährige war Profi, Co-Trainer und U19-Coach beim FSV. Für Kramny ist Mainz die „zweite Heimat“, der Nachfolger von Alexander Zorniger ist dem Verein und der Stadt „nach wie vor sehr verbunden“.

Vor 29.104 Zuschauern in der Arena waren die Gäste in der Anfangsphase das etwas bessere Team. Kapitän Christian Gentner hätte den VfB zweimal in Führung bringen können (6. und 10.). Bei den Mainzern sorgte Danny Latza (3.) und der Japaner Yoshinori Muto (17.) für ein wenig Torgefahr.

Die Stuttgarter, die ohne Daniel Didavi, Daniel Ginczek und Martin Harnik auskommen mussten, überzeugten vor allem mit ihrer Zweikampfstärke. Der FSV leistete sich dagegen ungewohnt viele Fehler im Spielaufbau.

In der 26. Minute hätte Alexandru Maxim die Stuttgarter nach einer schnellen Offensiv-Kombination eigentlich in Führung bringen müssen. Der Rumäne scheiterte aber am Mainzer Torwart Loris Karius. Den Mainzern fehlte in dieser Phase die Kreativität und die Durchschlagskraft. Auch nach einer halben Stunde stand keine echte Torchance für die Mannschaft von Trainer Martin Schmidt zu buche.

In der 32. Minute wurde ein Stuttgarter Treffer durch Timo Werner wegen einer Abseitsstellung zurecht nicht anerkannt. Kurz darauf hatte Lukas Rupp die bis dahin beste Chance. Der Mittelfeldspieler traf von der Strafraumgrenze den Pfosten (37.).

Nach dem Seitenwechsel lief zunächst auf beiden Seiten kaum etwas zusammen. Die Einwechslung des offensiven Robbie Kruse für den defensiven Serey Die zu Beginn des zweiten Durchgangs sorgte nicht für mehr Torgefahr bei den Gästen. Ganz im Gegenteil: In der 57. Minute vergab Muto die große Möglichkeit zur Mainzer Führung. Zum Ärger Kramnys ließ sich der VfB danach immer mehr in die Defensive drängen. VfB-Torhüter Przemyslaw Tyton parierte gegen Pablo de Blasis (78.) aber glänzend.

SID

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