Vor 35.000 Zuschauern

RB Leipzig schlägt PSG - Ibrahimovic enttäuscht 

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Zlatan Ibrahimovic konnte bei seinem Auftritt mit Paris St. Germain in Leipzig nur wenig überzeugen. Der schwedische Superstar unterlag mit den Franzosen beim Zweitligisten RB vor 35.000 Zuschauern mit 2:4.

Leipzig - Zlatan Ibrahimovic konnte bei seinem Auftritt mit Paris St. Germain in Leipzig nur wenig überzeugen. Der schwedische Superstar unterlag mit den Franzosen beim Zweitligisten RB vor 35.000 Zuschauern mit 2:4.

Zlatan Ibrahimovic war noch nicht in Torlaune. Frisch aus dem Urlaub angereist, schlich der schwedische Superstar in der Leipziger WM-Arena eher lustlos über den Platz. Von seiner Genialität war nichts zu sehen, eigentlich war er nicht mal in Fußballlaune. „Ich muss konditionell noch zulegen, ansonsten war es ganz okay“, befand Ibrahimovic trotzdem. Im Trikot des französischen Meisters Paris St. Germain stand er 45 Minuten auf dem Rasen, dann war der glanzlose Auftritt auch schon vorbei.

Die überraschende 2:4 (2:1)-Pleite der Pariser beim Fußball-Zweitligisten RB Leipzig sei nicht weiter dramatisch, meinte Ibrahimovic später: „Für uns geht es ganz normal weiter.“ Immerhin fehlten beim Champions-League-Viertelfinalisten der vergangenen Saison noch die elf WM-Teilnehmer, doch ohnehin waren die Fans fast ausschließlich wegen Ibrahimovic gekommen. Immerhin hatte Aufsteiger RB den exzentrischen 32-Jährigen werbewirksam als „Gott aus Frankreich“ angekündigt.

Zwei Wochen vor dem Start seiner Premierensaison in der 2. Liga stahl der neureiche Emporkömmling RB Leipzig „Ibrakadabra“ überraschend die Show und wandelte einen Rückstand noch in einen Sieg. Vor 35.796 Zuschauern trafen Neuzugang Terrence Boyd (25.), Yussuf Poulsen (51.), Denis Thomalla (65.) und Stefan Hierländer (76.). „Ich bin stolz auf das Team. 4:2 gegen so eine Mannschaft, das ist super“, sagte Boyd bei Servus TV: „Und mehr als 35.000 Zuschauer sind auch nicht normal.“

Ibrahimovic, der kurz vor der Begegnung auf eigene Faust aus dem Urlaub in Skandinavien angereist war, vergab in seinem ersten Einsatz nach der Sommerpause eine Großchance, blieb ansonsten jedoch unauffällig. Hervin Ongenda (10.) und Jean-Cristophe Bahebeck (27.) waren für das Team von PSG-Trainer Laurent Blanc erfolgreich.

Nach dem Abpfiff waren dann trotzdem wieder alle Augen auf Ibrahimovic gerichtet. „Ich habe gelitten, ich hätte gerne gespielt“, sagte er angesprochen auf die Fußball-WM in Brasilien, wo er mit Schweden fehlte. Auch den Rücktritt von DFB-Kapitän Philipp Lahm konnte er nachvollziehen: „Das ist toll, wenn du die Spitze erreichst und aufhörst. Was will man sonst noch erwarten?“

Am einzigen kleinen Aufreger des Abends war Ibrahimovic übrigens auch beteiligt - wenn auch nur passiv. In der Halbzeit schnappte Leipzigs Torschütze Boyd Kapitän Daniel Frahn das Trikot von Ibrahimovic weg. „Ein bisschen respektlos“ fand Frahn das, immerhin sei der Schwede doch Frahns großes Idol. Doch Ibrahimovic selbst löste den Streit der Teamkollegen um das Souvenir im Stile eines gelassenen Weltstars: „Ich hab noch ein Shirt, ich gebe Frahn das zweite.“

Bei Gastgeber RasenBallsport freute man sich derweil über den gelungenen Test, für den von einem österreichischen Brause-Giganten finanzierten Klub war es das Highlight des Jahres. „Ich bin mit der Vorbereitung bisher sehr zufrieden. Das war ein tolles Spiel“, sagte Trainer Alexander Zorniger. Sportdirektor Ralf Rangnick wollte die Euphorie vor dem Saisonauftakt gegen den VfR Aalen jedoch etwas bremsen: „Das Spiel mit dem Ball war gut, aber es ist trotzdem noch Luft nach oben.“

SID

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