Nach 1:2 in Turin

Real Madrid greift nach dem letzten Strohhalm

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Real-Stürmer Cristiano Ronaldo und Trainer Carlo Ancelotti fokussieren sich auf das Rückspiel gegen Juventus.

Madrid - Real Madrid steht im Halbfinal-Rückspiel der Champions League gegen Juventus Turin mit dem Rücken zur Wand. Die Italiener haben nach dem 2:1 im Hinspiel einen kleinen Vorteil.

Titelverteidiger Real Madrid greift mit Weltmeister Toni Kroos nach dem letzten Strohhalm, Juventus Turin träumt vom Triple: Der italienische Rekordmeister kann nach dem Scudetto in dieser Saison auch noch die Coppa Italia und erstmals seit 1996 auch wieder den Titel in der Königsklasse gewinnen. Beim spanischen Rekordmeister geht dagegen vor dem Halbfinal-Rückspiel der Champions League gegen die Italiener am Mittwoch (20.45 Uhr/Sky) nach dem 1:2 vor einer Woche in Turin die Angst vor einer Spielzeit ohne Titel um.

„Wir müssen Geduld haben. Ein 1:0 würde reichen, und wir hoffen, dass wir es mit unseren Fans im Rücken drehen können“, sagte Kroos und machte sich und seinen Kollegen für das Unternehmen Finale 2015 am 6. Juni in Berlin Mut. Der ehemalige Münchner gab zudem in eigener Sache nach seiner verletzungsbedingten Auswechslung am Sonntag beim 2:2 gegen den FC Valencia Entwarnung.

„Macht euch keine Sorgen. Lasst uns auf Mittwoch fokussieren“, ließ der 25-Jährige, der ebenso wie der angeschlagene Stürmer Karim Benzema (Innenband) am Dienstag am Abschlusstraining teilnahm, über die sozialen Netzwerke verlauten. „Ich bin froh, dass er spielen kann“, sagte anschließend sein Trainer Carlo Ancelotti. Der frühere Juve-Coach, der als erster Trainer zum vierten Mal die Champions League gewinnen kann, muss bei einem K.o. der Königlichen ein Jahr vor seinem Vertragsende mit dem Rauswurf rechnen. In dem früheren Juve-Profi Zinedine Zidane, dem Trainer der zweiten Mannschaft, steht angeblich bereits ein Nachfolger parat. Der französische Weltmeister von 1998 hatte erst in der vergangenen Woche die erforderliche Trainerlizenz für einen solchen Job erhalten.

Im Gegensatz zu seinem Landsmann Ancelotti sitzt Juve-Trainer Massimiliano Allegri fest im Sattel. Seit seinem Amtsantritt im Juli 2014 hat er das Team ständig verbessert und greift mit Juventus nun nach den Sternen. „Wir wollen auch in Europa erfolgreich sein“, sagte er nach der vierten Meisterschaft in Folge. Der frühere Leverkusener Arturo Vidal wurde noch deutlicher: „Das Team ist reif, das Finale zu erreichen.“

Dafür spricht auch die Statistik. Denn der Bezwinger von Borussia Dortmund blieb in seinen letzten drei Auswärtsspielen in der Champions League ohne Gegentor. Zudem haben die Italiener bislang viermal in UEFA-Wettbewerben ein Hinspiel mit 2:1 gewonnen - und jedes Mal die nächste Runde erreicht. Aber auch bei Real bemüht man die Statistik: Denn in der Königsklasse haben die Königlichen in den letzten 23 Partien im Bernabeu immer getroffen.

SID

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