Barça in Spanien vor Titelgewinn

Die Spieler des FC Barcelona hatten schon wieder Grund zu jubeln. Foto: Toni Garriga
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Die Spieler des FC Barcelona hatten schon wieder Grund zu jubeln. Foto: Toni Garriga

Der FC Barcelona reist in bester Stimmung zum Champions-League-Spiel am Dienstag beim FC Bayern. Messi & Co können sich nach einem Ausrutscher von Real Madrid fast schon als spanischer Meister fühlen. Trainer Luis Enrique versucht, die Euphorie zu dämpfen.

Barcelona (dpa) - Der FC Barcelona hat vor dem Champions-League-Spiel gegen Bayern München die spanische Fußballmeisterschaft zum Greifen nahe.

Lionel Messi & Co profitierten drei Tage vor dem Halbfinalrückspiel beim deutschen Meister von einem Ausrutscher des Titelrivalen Real Madrid, der gegen den FC Valencia nur zu einem 2:2 kam. Weltmeister Shkodran Mustafi präsentierte mit dem Punktgewinn seines Teams aus der Hafenstadt im Bernabéu-Stadion den Katalanen den Titel auf dem Silbertablett. Barça baute mit einem ungefährdeten 2:0-Sieg über Real Sociedad San Sebastián seinen Vorsprung auf vier Punkte aus.

Die Blau-Roten brauchen nun nur noch eines ihrer ausstehenden Punktspiele beim Meister Atlético Madrid und gegen den Abstiegskandidaten Deportivo La Coruña zu gewinnen, um sich den 23. Meistertitel zu sichern. "Barça kann sich schon als Meister fühlen", meinte die Zeitung "El Periódico".

Trainer Luis Enrique war bemüht, die Euphorie vor dem Gastspiel beim FC Bayern nach dem 3:0-Hinspielerfolg zu dämpfen. "Wir werden in München leiden müssen, daran besteht kein Zweifel", warnte er seine Spieler. "Wir haben den Einzug ins Finale noch keineswegs sicher". Unter Hinweis auf den 6:1-Sieg der Münchner im Viertelfinale über den FC Porto fügte der Coach noch hinzu: "Die Sache sieht nicht einmal besonders gut aus."

Die Katalanen vermochten gegen San Sebastián längst nicht so zu glänzen wie im Hinspiel gegen den FC Bayern. Neymar gelang erst nach 51 Minuten der Führungstreffer. Der eingewechselte Pedro (85.) erhöhte mit einem spektakulären Fallrückzieher auf 2:0. Das Team mit dem Wundersturm Lionel Messi, Neymar und Luis Suárez will in den kommenden Wochen drei Titelgewinne feiern. In der Liga ist es fast im Ziel, im Pokal steht es im Endspiel gegen Athletic Bilbao, und in der Champions League kann es am Dienstag den Einzug ins Finale von Berlin erreichen.

Real gab die Hoffnung auf die Meisterschaft praktisch auf. "Der Titel ist uns entwischt", sagte der frühere Leverkusener Daniel Carvajal. "Wir sagen der Liga adiós." Bei den Madrilenen ging gegen den FC Valencia so ziemlich alles schief, was schief gehen konnte. Weltmeister Toni Kroos musste in der 25. Minute nach einem Sturz auf den Rücken ausgewechselt werden. Trainer Carlo Ancelotti war jedoch optimistisch, den Regisseur im Halbfinalrückspiel der Champions League am Mittwoch gegen Juventus Turin (Hinspiel 1:2) wieder einsetzen zu können. Kroos habe einen Schlag auf die Hüfte erhalten, sagte der Italiener.

Die Real-Angreifer trafen dreimal Pfosten und Latte. Zur Pause lagen die Königlichen 0:2 zurück. Weltfußballer Cristiano Ronaldo verschoss einen Elfmeter. Eine furiose Aufholjagd in der zweite Hälfte reichte nicht mehr zum Sieg. Ancelotti gewann der Partie dennoch eine positive Seite ab. "Wenn wir gegen Juventus so spielen wie gegen Valencia, können wir ins Finale in Berlin einziehen."

Valencias Torwart Diego Alves hatte maßgeblichen Anteil daran, dass die Hafenstädter den Madrilenen ein Bein stellten. Er machte mit seinen Paraden mehrere Chancen der Platzherren zunichte und wehrte den Elfmeter von Ronaldo ab. "Die Hände von Alves entscheiden die Meisterschaft", titelte das Sportblatt "Marca". Der Keeper ist ein Experte bei der Abwehr von Strafstößen. Bei seinen Clubs UD Almería und FC Valencia hielt er 19 von 40 Elfmetern.

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