"Regionalliga-Zuschauerrekordbrecher" Aachen trumpft auf

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Die Anzeigetafel im Aachener Tivoli zeigt den Zuschauerrekord in der Regionalliga West an: 30.313. Foto: Revierfoto

Aachen (dpa) - Die Regionalliga-Fußballer von Alemannia Aachen genossen die Rückkehr an die Tabellenspitze und durften sich dafür vor einer Rekordkulisse in der viertklassigen West-Staffel feiern lassen.

Die 30 313 Zuschauer im ausverkauften Aachener Tivoli-Stadion sorgten am Samstag für einen Rekordwert in der fünfgleisigen Regionalliga. "Das war ein sehr leidenschaftliches Spiel vor einem großartigen Publikum", sagte Aachens Coach Peter Schubert nach dem 1:0 (1:0) gegen Rot-Weiss Essen. Auch für den Trainer waren der Besucherandrang und die Begeisterung auf den Rängen eine neue Erfahrung.

In dem Match wurde die Bestmarke von 24 795 Besuchern beim Spiel 1. FC Lok Leipzig - RB Leipzig aus der Saison 2012/13 übertroffen. Durch den Sieg verdrängte Aachen die Essener von Platz eins und kann den Aufstieg in die 3. Liga ins Visier nehmen. Kevin Behrens erzielte in der 39. Minute per Kopfball nach einer Ecke das Tor des Tages für die Alemannia.

In der Regionalliga West sind gute Zuschauerzahlen keine Seltenheit. Knapp 10 000 Fans besuchten diese Saison im Schnitt die Essener Heimspiele. Aachen konnte bereits vor dem Rekordspiel im Schnitt rund 7400 Zuschauer begrüßen. Für die beiden Traditionsclubs, die früher gemeinsam in der Bundesliga antraten und 1953 das DFB-Pokal-Finale bestritten hatten (2:1 für Essen), ist diese Unterstützung wichtig. Alemannia und RWE mussten in der Vergangenheit mehrere Abstiege und wirtschaftliche Defizite verkraften. Zumindest mittelfristig haben beide Vereine den Aufstieg möglichst bis die 2. Liga vorgesehen.

Die Aachener, die nach einem erfolgreichen Insolvenzverfahren vor einem Jahr verkünden konnten, dass sie entschuldet und saniert sind, hatten zum Rekordspiel Merchandising-Artikel produziert. Von den 1200 T-Shirts mit dem Aufdruck "Regionalliga-Zuschauerrekordbrecher" waren laut Geschäftsführer Alexander Mronz schon vor der Partie etwa 700 Stück verkauft.

Der ehemalige Tennisprofi ist glücklich über die gute Entwicklung, betont aber, dass der sofortige Aufstieg auch aus finanziellen Gründen keine Pflicht sei: "Wir können uns zunächst in der Regionalliga konsolidieren." Gleichwohl weckt die Erfolgsserie mit nun 13 Spielen nacheinander ohne Niederlage Hoffnungen.

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