Badstuber, Reus und Co.

Bundesliga: Rückkehr der Rekonvaleszenten

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Holger Badstuber will 2015 auf den Platz zurückkehren.

Düsseldorf - Der Rückrundenauftakt ist das Ziel zahlreicher Rekonvaleszenten. Die Fans können sich auf die Rückkehr einiger prominenter Leistungsträger freuen, die seit Wochen oder Monaten für ihr Comeback auf dem Platz schuften.

Bei Herbstmeister Bayern München mischen Holger Badstuber und David Alaba nach langen Verletzungspausen wieder mit, bei Borussia Dortmund hat Marco Reus pünktlich zum Trainingsauftakt seinen Bänderriss auskuriert. Und beim FC Schalke 04 sind von den zahlreichen Langzeitausfällen zumindest Kevin-Prince Boateng und Leon Goretzka mit zur zentralen Vorbereitungsmaßnahme nach Katar gereist.

BVB-Trainer Jürgen Klopp ist froh, in der schwierigen Situation im Tabellenkeller wieder auf Top-Star Reus bauen zu können. "Marco geht es sehr gut. Er konnte die ganze Pause durcharbeiten." Auch Henrich Mchitarjan und Sokratis sind auf dem Weg der Besserung, so dass sie womöglich schon im Trainingslager in La Manga an den Übungseinheiten teilnehmen können.

Bayern kann wieder auf Badstuber und Alaba setzen

Prominenteste Rückkehrer beim FC Bayern sind die Nationalspieler Alaba und Badstuber. Während der Österreicher, der Anfang November einen Teilriss des Innenbandes und eine Meniskusverletzung im rechten Knie erlitten hatte, zum Trainingsauftakt noch individuell schwitzte, ist Pechvogel Badstuber im Edelkader von Pep Guardiola wieder voll dabei. Nach zwei Kreuzbandrissen und 20 Monaten Auszeit gab der 25-Jährige im vorigen Sommer sein Comeback, doch ein Sehnenriss besiegelte kurz darauf das Hinrunden-Aus.

"Jetzt starte ich mit neuer Energie in die Rückrunde. Ich möchte mich stetig verbessern, um auf ein Niveau zu kommen, auf dem ich mich gerne sehen würde", sagte der Innenverteidiger. Er freue sich auf die "Strapazen" des Trainingslagers in Katar. Verzichten muss Guardiola noch auf Philipp Lahm, Javi Martinez (Kreuzbandriss) und Thiago (Innenbandriss). Die Spanier bekommen laut Sportdirektor Matthias Sammer "alle Zeit der Welt", Lahm (Sprunggelenksbruch) soll laut Plan Mitte Februar ins Training einsteigen.

Auch Schalkes Lazarett lichtet sich

Ähnliche Prognosen gelten auch für Schalkes Jefferson Farfan, der wegen eines Knorpelschadens im Knie die komplette Hinserie verpasste. Der Flügelflitzer setzt seine Rehabilitation ebenso in der Heimat fort wie Julian Draxler (Sehnenriss), Joel Matip (Fußbruch), Chinedu Obasi (Schienbein-OP) und Sead Kolasinac (Kreuzbandriss im ersten Saisonspiel). Für sie wird die Zeit bis zum Rückrundenauftakt knapp. "Wenn einige zurückkehren, haben wir wieder mehr Qualität in der Mannschaft", sagte Torhüter Ralf Fährmann.

Bei Hertha BSC gelten die Langzeitverletzten Fabian Lustenberger und Sebastian Langkamp als Hoffnungsträger. "Die beiden stehen für Stabilität und Sicherheit. Ich hoffe auf sie", sagte Coach Jos Luhukay. Dessen Stuttgarter Kollege Huub Stevens kann im Abstiegskampf wieder mit den Stürmern Vedad Ibisevic, der wegen eines Ermüdungsbruchs seit Oktober auf Eis lag, und Mohammed Abdellaoue (Knorpelschaden) planen.

In Frankfurt brennt Torhüter Kevin Trapp nach seinem Ende September erlittenen Syndesmosebandriss auf die Rückkehr ins Tor zum Rückenrundenstart am 31. Januar gegen Freiburg. "Der Fuß fühlt sich gut an. Ich habe keine Schmerzen", sagte der 24-Jährige nach den ersten Belastungstests. Sein Ersatzmann Felix Wiedwald leidet noch unter den Folgen des Pfeifferschen Drüsenfiebers und wird zudem von Werder Bremen umworben. Herbei sehnt Eintracht-Coach Thomas Schaaf auch das Mitwirken von Carlos Zambrano (Außenbandriss). Auch beim FSV Mainz 05 kommen "Neuzugänge" aus dem Krankenstand: Die Rheinhessen hoffen auf die Rückkehr von Julian Baumgartlinger (Sehnenreizung) und Jonas Hofmann (Außenbandriss im Knie).

dpa

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