Rettig zur Debatte um TV-Gelder: Klassenkampf nicht Ziel

Andreas Rettig geht es primär um den Erhalt der 50+1-Regel im deutschen Fußball. Foto: Markus Scholz
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Andreas Rettig geht es primär um den Erhalt der 50+1-Regel im deutschen Fußball. Foto: Markus Scholz

München (dpa) - St.-Pauli-Geschäftsführer Andreas Rettig hat in der von ihm gestarteten Debatte um die Verteilung der TV-Gelder unter den Fußball-Proficlubs versöhnliche Töne gegenüber dem FC Bayern München angeschlagen.

"Wir haben dem FC Bayern und denen, die deutlich mehr in die Solidargemeinschaft einbringen, danke zu sagen. Das weiß jeder Zweitligist und das weiß auch der FC St. Pauli. Ich hätte mir aber schon gewünscht, dass man das nicht als Klassenkampf bezeichnet", sagte Rettig in der TV-Sendung "EinsEins - das Standpunktgespräch" von Sky, die am Montagabend (22.30 Uhr) ausgestrahlt wird.

Rettig verdeutlichte seine Haltung, dass es für ihn primär um den Erhalt der 50+1-Regel im deutschen Fußball gehe. "Wenn 50+1 weiter ausgehöhlt wird, indem finanzkräftige fremde Dritte Einfluss auf die Geschäftsführung eines Clubs nehmen, haben wir keinen guten Weg, weil möglicherweise andere Interessen als der Sport dahinter stecken."

Der FC St. Pauli hatte vor der Ligaversammlung am Mittwoch mit einem Antrag für Aufsehen gesorgt, diversen Clubs die TV-Gelder streichen zu lassen, die wegen Ausnahmegenehmigungen sich nicht an die 50+1-Regel halten müssen. Die Vorschrift sorgt dafür, dass die Vereine unabhängig von ihren Geldgebern die Stimmenmehrheit behalten.

Im Zuge der Debatte hatte besonders Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge Front gegen den bisherigen weitgehend solidarischen Verteilungsschlüssel gemacht und deutlich mehr TV-Geld für den Rekordmeister gefordert.

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