Rummenigge hofft auf Neuer und "befürchtet" Ronaldo

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Manuel Neuer ist einer der drei Kandidaten für die Wahl zum Weltfußball des Jahres. Foto: Sven Hoppe

München (dpa) - Karl-Heinz Rummenigge zweifelt an der Wahl von Torwart Manuel Neuer zum Weltfußballer des Jahres.

"Wenn ich mir in den letzten Tagen die Meinungen der Fachleute anschaue, rechnen diese eher mit Cristiano Ronaldo. Wenn ich ehrlich bin, befürchte ich das auch", sagte der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München der Deutschen Presse-Agentur.

Weltmeister Neuer steht am Montag in Zürich als Weltmeister in der Endauswahl mit Titelverteidiger und Champions-League-Sieger Ronaldo von Real Madrid und dem schon viermal erfolgreichen Argentinier Lionel Messi vom FC Barcelona. Für Rummenigge wäre der Münchner Nationaltorhüter aber der verdiente Triumphator. UEFA-Präsident Michel Platini habe es richtig ausgedrückt, so der Bayern-Chef: "Die Weltmeisterschaft müsste in einem WM-Jahr den entscheidenden Faktor bilden. Sie ist das wichtigste Event."

Auch Franck Ribéry drückt Neuer die Daumen. "Manuel hat natürlich eine große Chance. Er ist für mich der beste Torwart der Welt, er hat viele Titel gewonnen, war der beste Deutsche der WM und hat die WM gewonnen", rühmte der Franzose seinen Teamkollegen. Es sei eine ähnliche Ausgangsposition wie bei ihm selbst vor einem Jahr, erklärte der damalige Triple-Sieger Ribéry: "Mehr kann er nicht machen."

Sein dritter Platz vor einem Jahr beim Triumph von Real Madrids Cristiano Ronaldo hatte Ribéry seinerzeit schwer getroffen. Damals hinterfragte der Münchner Mittelfeldstar die Wahl. Auch bei den Aussichten für Neuer klang der 31-Jährige skeptisch. Man wisse ja, wie es funktioniere, sagte Ribéry: "Für mich muss er klar gewinnen."

Neuer könnte als erster Torwart und erster Bundesliga-Profi die prestigeträchtige Auszeichnung erhalten. Er wäre erst der zweite deutsche Sieger nach Lothar Mattäus (1991 als Spieler von Inter Mailand). Die FIFA-Gala könnte insgesamt zu einem deutschen Abend werden. Bundestrainer Joachim Löw steht als Welttrainer zur Wahl. Weltfußballerin des Jahres könnte Nadine Keßler vom Champions-League-Sieger VfL Wolfsburg werden. Und beim Frauen-Welttrainer gehören in Maren Meinert, die mit der U 20-Nationalmannschaft Weltmeister wurde, und Ralf Kellermann vom VfL Wolfsburg zwei der drei Nominierten aus Deutschland.

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