Beschluss des Sportministeriums

Russlands Fußballklubs dürfen keine türkischen Spieler verpflichten

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Gökdeniz Karadeniz ist von dem Verbot nichtz betroffen - er spielt seit 2008 in Russland.

Moskau - Nach dem Abschuss eines russischen Kampfjets in der letzten Woche durch die türkische Luftwaffe im syrischen Grenzgebiet dürfen russische Klubs in der kommenden Winterpause keine türkischen Spieler verpflichten.

Der Türkei-Russland-Konflikt hat nun auch Folgen für den Fußball: Nach dem Abschuss eines russischen Kampfjets in der letzten Woche durch die türkische Luftwaffe im syrischen Grenzgebiet dürfen russische Klubs in der kommenden Winterpause keine türkischen Spieler verpflichten. Dies teilte der russische Sportminister Witali Mutko mit.

„Wenn irgendjemand (einen türkischen Spieler, Anm.d.R.) im kommenden Transferfenster unter Vertrag nehmen möchte, wird es solch eine Möglichkeit nicht geben“, sagte Mutko, der zudem Präsident des russischen Fußball-Verbandes RFU ist, in einem Interview. Auf die Rückfrage, ob das Sportministerium russischen Vereinen tatsächlich verbietet, Türken zu verpflichten, antwortete Mutko: „Natürlich, absolut“.

Mit drastischen Sanktionen hatte Russland die Türkei am Wochenende abgestraft. Russlands Präsident Wladimir Putin unterzeichnete ein Dekret, das ein ganzes Bündel von Sanktionen ab dem Jahreswechsel in Kraft treten lässt: Charterflüge zwischen Russland und der Türkei werden untersagt, Reiseveranstalter dürfen keine Türkei-Urlaube mehr anbieten, russischen Unternehmen wird es verboten, Türken einzustellen.

Mutko sagte jedoch, dass das Verbot nicht Spieler betrifft, die bereits in Russland aktiv sind, wie beispielsweise Rubin Kasans Mittelfeldakteur Gökdeniz Karadeniz, der seit 2008 in Russland spielt. „Jeder, der einen bestehenden Vertrag hat, darf weiterarbeiten“, sagte Mutko. Auch türkische Firmen, die an dem Bau der Stadien für die WM 2018 in Russland beteiligt sind, sind von dem Befehl ausgeschlossen.

Ihre Wintertrainingslager sollen die Vereine aber nicht in der Türkei abhalten. Lokomotive Moskau, Spartak Moskau oder auch Kuban Krasnodar teilten mit, dass sie diesen Ratschlag beherzigen werden.

sid

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