Knie-OP "zufriedenstellend"

Pechvogel Khedira erneut unterm Messer

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Weltmeister Khedira hatte bei der WM eine Innenbandzerrung im linken Knie erlitten, seinen Kreuzbandriss hatte er sich im November 2013 im rechten Knie zugezogen.

Köln - Sami Khedira musste erneut unters Messer. Die vielen Verletzungsprobleme gestalten den Kampf des Weltmeisters um einen Stammplatz bei Champions-League-Sieger Real Madrid immer schwieriger.

Die Leidenszeit von Fußball-Weltmeister Sami Khedira nimmt kein Ende: Der Profi von Champions-League-Sieger Real Madrid habe sich jetzt in der Augsburger Hessingpark-Clinic einer Arthroskopie am linken Knie unterziehen müssen, teilte der Club am Mittwoch mit. Der von Dr. Ulrich Boenisch unter Aufsicht des medizinischen Beraters von Real, Jesús Olmo, durchgeführte Eingriff sei „zufriedenstellend“ verlaufen, hieß es. Khedira, der zur Zeit ohnehin wegen eines Muskelbündelrisses im linken Oberschenkel pausieren muss, hatte bei der WM in Brasilien im Spiel gegen Ghana (2:2) am linken Knie eine Innenbandzerrung erlitten.

Das Verletzungspech verfolgt den 27-jährigen Ex-Stuttgarter bereits seit Ende vergangenen Jahres. Im November 2013 hatte Khedira sich im Freundschaftsspiel des DFB-Teams gegen Italien einen Kreuzbandriss im rechten Knie zugezogen. Nach einer Operation wurde er zwar zur WM rechtzeitig wieder fit, hatte in Südamerika aber erneut Verletzungspech und verpasste deshalb das Finale im Maracanã-Stadion in Rio de Janeiro gegen Argentinien (1:0 nach Verlängerung).

Aufgrund eines Muskelbündelrisses musste Khedira zuletzt auch beim Länderspiel der Deutschen gegen Argentinien (2:4) in Düsseldorf und beim ersten EM-Qualifikationsspiel gegen Schottland (2:1) in Dortmund zuschauen. Wegen dieser Verletzung wird der Mittelfeldmann nach Einschätzung der Ärzte noch vier bis fünf Wochen pausieren müssen. Dadurch wird für den Clubkollegen von Toni Kroos der ohnehin äußerst schwierige Kampf um einen Stammplatz bei Real weiter erheblich beeinträchtigt.

Zu allem Übel wurde Khedira wegen des Muskelbündelrisses zum Objekt eines Streits zwischen dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) und Real. Der DFB und Bundestrainer Joachim Löw versicherten, der Profi habe sich die Verletzung schon in Spanien vor der Abreise nach Düsseldorf zugezogen. Die „Königlichen“ entgegneten, Khedira habe sich erst „während seines Aufenthalts bei der Nationalmannschaft“ verletzt. Bei Verletzungen, die bei den Nationalteams auftreten, zahlt eine Versicherung den Vereinen eine Entschädigung.

dpa/SID

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