Sieg gegen Frankfurt

Eiskalte Freiburger gewinnen Kellerduell

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Freiburgs Felix Klaus jubelt über seinen Treffer zum 1:3.

Frankfurt - Der SC Freiburg hat den Abstiegskampf in der Bundesliga noch spannender gemacht. Mit dem Sieg in Frankfurt schoben sich die Breisgauer an Stuttgart vorbei auf Platz 16.

Der Frankfurter Vorstandschef Heribert Bruchhagen verstand die Welt nicht mehr. „Man muss lange zurückdenken, um sich an so ein Fußballspiel zu erinnern. Wir haben riesige Chancen nicht genutzt“, sagte Bruchhagen nach der 1:4 (0: 1)-Niederlage der Eintracht im Duell der gescheiterten Europa-League-Starter gegen den SC Freiburg.

Mit 26 Punkten auf Platz 13 befinden sich die Hessen wieder mitten im Abstiegskampf. „Diese deprimierende Niederlage bringt uns in eine schwierige Situation“, stellte Bruchhagen mit ernster Miene fest.

"Für Freiburg war es ein lebenswichtiger Sieg (...)"

Während sich die Freiburger von ihren mitgereisten Fans für den ersten Dreier nach sechs Spielen ohne Sieg feiern ließen, standen die Frankfurter tief enttäuscht auf dem Rasen. „Wir hatten zehn hundertprozentige Chancen. Nach der Pause haben wir zu schnell das zweite Tor bekommen. Am Ende sind wir auseinandergefallen. Für Freiburg war es ein lebenswichtiger Sieg, den wir ihnen geschenkt haben“, sagte der Ex-Freiburger Jan Rosenthal bei Sky.

Die Gäste erwiesen sich eiskalt bei ihrer Chancenverwertung. Drei Treffer bei ihren ersten drei Möglichkeiten und ein Konter kurz vor dem Ende reichten den Breisgauern, um mit 22 Punkten auf den Relegationsplatz zu klettern. „Wir können es noch“, sagte der überragende Torhüter Oliver Baumann: „Wir dürfen uns darauf aber nicht ausruhen, das wäre der größte Fehler. Es kommen noch harte Wochen auf uns zu.“

Zuschauer mussten nur 56 Sekunden auf den ersten Höhepunkt warten

Kapitän Julian Schuster (34.), der Slowake Karim Guede (54. und 90.+3) und Felix Klaus (70.) trafen für den Sport-Club, der zuletzt in fünf Auswärtsspielen in Folge ohne Torerfolg geblieben war. Dagegen kassierten die Frankfurter, für die der Deutsch-Spanier Joselu erfolgreich war (59.), nach drei Partien ohne Niederlage wieder eine Pleite.

Die 45.400 Zuschauer mussten nur 56 Sekunden auf den ersten Höhepunkt warten. Nach einem Ballverlust des Freiburger Mittelfeldspielers Gelson Fernandes tauchte der Frankfurter Stefan Aigner völlig frei vor dem Tor der Gäste auf. SC-Innenverteidiger Matthias Ginter rettete für seinen geschlagenen Keeper Baumann kurz vor der Torlinie.

Führung der Frankfurter schien nur eine Frage der Zeit zu sein

Die Heim-Elf des scheidenden Trainers Armin Veh, der ohne Bamba Anderson, Carlos Zambrano, Bastian Oczipka und Sebastian Rode auskommen musste, bestimmte auch im Anschluss das Geschehen. Der Ex-Freiburger Johannes Flum hatte die nächste gute Chance (10.). Die Abwehr der Breisgauer, bei denen Nicolas Höfler, Vaclav Pilar und Sebastian Freis fehlten, offenbarte immer wieder große Lücken.

Die Führung der Frankfurter schien nur eine Frage der Zeit zu sein. Aigner war in der 21. Minute erneut nahe dran. Das Gästeteam von Trainer Christian Streich wirkte verunsichert und fand bis Mitte der ersten Hälfte in der Offensive nahezu nicht statt.

Eintracht war nach dem Rückstand aus heiterem Himmel von der Rolle

Die Eintracht dagegen vergab hochkarätige Chancen im Minutentakt. Erst fand eine Hereingabe von Kapitän Pirmin Schwegler keinen Abnehmer (28.), dann vergab Marco Russ per Kopf (29.). Aigner scheiterte aus kurzer Distanz an Baumann (30.), Schweglers abgefälschter Schuss ging knapp neben das Tor (31.).

Kurz darauf kam es aus Frankfurter Sicht, wie es kommen musste. Freiburg ging mit der ersten Möglichkeit nach einer Ecke in Führung. Schuster traf mit einem sehenswerten Fallrückzieher zum ersten Mal in dieser Saison. Die Eintracht war nach dem Rückstand aus heiterem Himmel von der Rolle. Erst Flum prüfte Baumann wieder (45.).

Nach dem Seitenwechsel ging zunächst auf beiden Seiten nicht allzu viel zusammen. Veh musste zudem den angeschlagenen Alexander Meier durch Vaclav Kadlec ersetzen (52.). Guede erhöhte kurz darauf die Freiburger Führung.

In der immer hektischer werdenden Partie verkürzte Joselu nur wenige Minuten später für die Eintracht. Danach nutzte der eingewechselte Klaus die Frankfurter Abwehrschwächen bei einem Konter zur Vorentscheidung, ehe Guede den Schlusspunkt setzte.

SID/dpa

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