Schalke bleibt Bayern auf den Fersen

Kevin Kuranyi (links) erzielte sein elftes Saisontor
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Kevin Kuranyi (links) erzielte sein elftes Saisontor

Gelsenkirchen - Der FC Schalke 04 feiert den ersten Sieg gegen “Angstgegner“ 1899 Hoffenheim und bleibt damit im Meisterrennen gegen den FC Bayern und Bayer Leverkusen.

Mit dem ersten Bundesliga-Sieg über “Angstgegner“ 1899 Hoffenheim hat der FC Schalke 04 den Kontakt zum Spitzenduo gehalten. Kevin Kuranyi (19. Minute) mit seinem elften Saisontor und Lukas Schmitz (49.) bescherten dem Tabellen-Dritten am Samstagabend einen verdienten 2:0 (1:0)-Erfolg gegen die Kraichgauer, die nach der vierten Niederlage in Serie endgültig im Mittelfeld der Fußball-Bundesliga abgetaucht sind. Nach dem fünften Zu-Null-Heimsieg hintereinander vor 60 402 Zuschauern in der Veltins-Arena hat Schalke nun schon einen beruhigen Vorsprung von 13 Punkten auf den Tabellen- Sechsten Werder Bremen und bleibt auf Europapokalkurs.

Der 20. Spieltag in Bildern

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Torschütze Kuranyi war zufrieden, glücklich - und stolz auf sein elftes Saisontor. “Ich bin für die Mannschaft da, die Tore kommen dann von alleine. Wir sind als Mannschaft so stark, weil weil einer für den anderen da ist. Aber wir dürfen und nicht ausruhen und müssen konzentriert weitermachen. Wir wollen oben bleiben und international spielen im nächsten Jahr“, sagte Kuranyi. “Das ist kein perfekter Abend, aber ein guter Abend. Einige wollten uns ja schon wieder eine Krise einreden“, meinte Schalke-Trainer Felix Magath. “Deshalb bin ich jetzt froh, dass wir die drei Punkte behalten haben.“

Kollege Ralf Rangnick haderte etwas mit dem Schiedsrichter nach der umstrittenen Entscheidung, den Gästen einen Strafstoß zu verweigern. “Wir haben stark begonnen in der zweiten Halbzeit. Wir hätten einen Elfmeter kriegen müssen, aber wir hadern nicht mit dem Schicksal. Mit dem möglichen Ausgleich hätten wir natürlich Rückenwind bekommen“, meinte Rangnick und spornte seine Männer an: “Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie nicht aufgegeben hat. Jetzt kommen Gegner, die wir schlagen können.“

Magath verzichtete erneut auf den Einsatz von einem der insgesamt acht Winter-Zugänge und vertraute der gleichen Startelf wie beim 2:2 in Bochum. Es fehlten unter anderen weiterhin die verletzten Heiko Westermann und Peer Kluge. Bei Hoffenheim fielen mit Demba Ba und Tobias Weis sowie Chinedu Obasi und Isaac Vorsah (beide Afrika-Cup) einige Stammkräfte aus.

Für den Gelb-gesperrten Josip Simunic beorderte Rangnick, der seinen Kontrakt bei 1899 bald verlängern soll, Per Nilsson in der Innenverteidigung. Zudem ersetzte nach dem 0:3 gegen Bayer Leverkusen zunächst Christian Eichner den Argentinier Franco Zuculini, der aber von Rangnick schon nach einer halben Stunde wieder für den Gelb-Rot- gefährdeten Eichner aufs Feld geschickt wurde.

Nach sechs sieglosen Spielen wirkten die Gäste verunsichert. So hatte Schalke auch die erste gute Chance der Partie. Doch Vicente Sanchez rutschte eine Maßflanke des sehr agilen Jefferson Farfan über den Scheitel (5.). Danach übernahm die Magath-Elf mehr und mehr die Initiative und wurde belohnt. Einmal mehr war auf Kuranyi Verlass, der nach einer weiten Hereingabe von Rafinha schneller als Andreas Beck reagierte und den Ball aus spitzem Winkel am zu zögerlich herauskommenden 1899-Keeper Timo Hildebrand zur Führung vorbei spitzelte.

Auch nach dem Rückstand kam die 1899-Offensive überhaupt nicht in die Gänge. Von den Kreativ-Kräften Luiz Gustavo und Carlos Eduardo war wenig zu sehen. Kurz vor der Pause hatte Hildebrand sogar Glück, als ein Freistoß von Ivan Raklitic von Kuranyi abprallte und der Torwart noch das 0:2 verhindern konnte.

Nach einer Attacke von Sanchez gegen Beck (46.) im Strafraum reklamierte Hoffenheim einen Elfmeter, doch Schiedsrichter Florian Meyer (Burgdorf) entschied anders. Nur drei Minuten später sorgte Schmitz im Nachschuss nach einer abgewehrten Ecke für die Vorentscheidung. Marcelo Bordons Kopfball (54.) wehrte Zuculini auf der Linie ab. Auf der Gegenseite ließ Torjäger Vehad Ibisevic (58.) eine der wenigen Chancen der Hoffenheimer aus, die sich gegen die aufmerksame Schalker Defensive kaum einmal durchsetzen konnten.

dpa

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