Kampf um Platz drei: Schalke fordert Gladbach

Benedikt Höwedes hat nach seinem Tor gegen Bayern ordentlich Selbstvertrauen. Foto: Andreas Gebert
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Benedikt Höwedes hat nach seinem Tor gegen Bayern ordentlich Selbstvertrauen. Foto: Andreas Gebert

Düsseldorf (dpa) - Zwei Teams, ein Ziel - die West-Rivalen FC Schalke 04 und Borussia Mönchengladbach wollen im Kampf um einen Champions-League-Platz den Big Point landen.

"Das wird ein heißes Duell gegen einen direkten Konkurrenten", hob Manager Horst Heldt vor dem Heimspiel am Freitagabend (20.30 Uhr) in der ausverkauften Arena die Bedeutung hervor. "Wenn wir ähnlich gut auftreten wie gegen die Bayern, werden wir auch was Zählbares mitnehmen", sagte Kapitän Benedikt Höwedes, der in München das Tor zum 1:1-Endstand erzielt hatte.

Den besonderen Reiz bezieht das Treffen der Traditionsteams diesmal aus der aktuellen Form, der Tabellenkonstellation und der Personallage. Gladbach hat mit 1:0-Siegen in Stuttgart und gegen Freiburg einen optimalen Rückrundenstart hingelegt, hat 33 Punkte und will den dritten Rang unbedingt behaupten. Zwei Zähler dahinter liegen die Königsblauen auf der Lauer und können mit einem Heimerfolg am Rivalen vorbeiziehen.

Roman Neustädter erwartet ein Duell auf Augenhöhe: "Uns winkt der Sprung auf Platz drei. Für uns spricht, dass wir uns mittlerweile im neuen System gut eingespielt haben und zudem in der Offensive über Spieler verfügen, die immer für ein Tor gut sind", sagte der ehemalige Borusse. Trainer Roberto Di Matteo hat Respekt vor dem Gegner: "Es ist eine typische Kontermannschaft, die hinten nicht viel zulässt und dann umschaltet. Ich rechne nicht mit vielen Torchancen."

Die Elf von Lucien Favre will ihre gute Position keinesfalls kampflos aufgeben. "Wir sind jetzt Dritter und wollen das so lange wie möglich bleiben", betonte Granit Xhaka selbstbewusst. Sportdirektor Max Eberl sieht ebenfalls keinen Grund, ängstlich aufzutreten: "Wir fahren mit dem entsprechenden Rückenwind nach Schalke und versuchen, dort etwas zu holen. Aber es wird bestimmt nicht immer reichen, hinten gut zu stehen und vorne nur ein Tor zu erzielen."

Favre will sich nicht blenden lassen von den knappen Erfolgen im neuen Jahr. "Ich weiß, dass wir uns steigern und das Spiel besser kontrollieren müssen." Abwehrchef Martin Stranzl muss wegen der gegen Freiburg erlittenen Schädelprellung pausieren und wird in der Innenverteidigung durch Alvaro Dominguez oder Roel Brouwers ersetzt. Auch der Ex-Schalker Raffael und Thorgan Hazard sind Alternativen. "Schade, dass Stranzl ausfällt. Aber wir haben einen Plan, wie wir ihn ersetzen", sagte Favre.

Zu Wechseln gezwungen ist auch sein Kollege Di Matteo. Zwar hat er mehr Optionen für das Feld, dafür sind die Sorgen um die Torhüter gewachsen. Nach dem Ausfall der Nummer eins, Ralf Fährmann, erwischte es in München Fabian Giefer an den Adduktoren. "Es ist schwierig zu sagen, wie lange er fehlt", meinte Di Matteo. In München musste nach der Halbzeitpause der 19 Jahre alte Timon Wellenreuther zwischen die Pfosten. Das Talent bestand seine Bundesliga-Feuertaufe aber so gut, dass Di Matteo ihn auch gegen Gladbach aufbietet: "Er hat die erste kleine Prüfung bestanden. Timon wird wieder im Tor stehen. Wir haben Vertrauen in ihn."

Auch Neustädter ist von den Qualitäten des Youngsters überzeugt: "Die Mannschaft hat ihm gratuliert. Es gibt sicherlich einfachere Partien für eine Premiere in der Bundesliga als die in München. Der Auftritt gibt ihm sicherlich einen Schub." Wellenreuthers Vorfreude ist riesig: "Wenn ich spielen soll, bin ich da. Ich gebe 100 Prozent."

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