Schalke nach 1:0-Heimsieg gegen Gladbach nun Dritter

Schalkes Tranquillo Barnetta (l) im Laufduell um den Ball gegen Mönchengladbachs Thorgan Hazard. Foto: Rolf Vennenbernd
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Schalkes Tranquillo Barnetta (l) im Laufduell um den Ball gegen Mönchengladbachs Thorgan Hazard. Foto: Rolf Vennenbernd

Gelsenkirchen (dpa) - Der FC Schalke 04 ist auf dem besten Weg zur erneuten Champions-League-Qualifikation. Im Duell mit dem direkten Konkurrenten Borussia Mönchengladbach gelang den Gelsenkirchenern am Freitagabend ein 1:0 (1:0)-Heimsieg.

Damit kletterten die Königsblauen vorerst auf Platz drei der Fußball-Bundesliga. In einer von der Taktik geprägten Partie ohne spielerische Glanzpunkte erzielte Tranquillo Barnetta in der 10. Minute das Tor des Tages. Vor 61 973 Zuschauern verbesserten die Schalker ihre Rückrunden-Bilanz auf sieben Punkte aus drei Spielen. Für die nun viertplatzierten Gladbacher war es nach zwei Siegen die erste Niederlage 2015.

Wegen der verschärften Einlasskontrollen in der Arena begann die Partie mit zehnminütiger Verspätung. Eine anonyme Bombendrohung hatte vor Spielbeginn Polizei und Feuerwehr in Gelsenkirchen in Atem gehalten.

Weniger aufregend gestaltete sich das Geschehen auf dem Rasen, das dem Anspruch an ein Duell zweier Champions-League-Aspiranten über weite Strecken nicht gerecht wurde. Die Gladbacher verzeichneten zwar in einer Partie mit nur wenigen Torraumszenen ein klares Plus in puncto Ballbesitz, ließen aber im Spiel nach vorne die Effektivität vermissen. Zudem präsentierte sich die Abwehr der Schalker auch dank Neuzugang Matija Nastasic als überaus sattelfest, so dass Startelf-Debütant Timon Wellenreuther im Tor kaum beschäftigt wurde. Der 19-Jährige vertrat den in München verletzten Fabian Giefer zwischen den Pfosten.

Die Schalker erwischten im West-Derby einen optimalen Start und nutzten gegen eine noch unsortierte Gladbacher Abwehr gleich ihre erste Chance durch Barnetta. In seinem 250. Bundesligaspiel drückte der Schweizer eine scharfe Hereingabe von Kevin-Prince Boateng über die Linie. Auf das erste Gegentor nach der Winterpause reagierten die von Coach Lucien Favre gegenüber dem Spiel gegen Freiburg auf fünf Positionen veränderten Borussen mit verstärkten Offensivbemühungen. Schalke zog sich mit der Führung im Rücken zurück und baute rund um den eigenen Strafraum ein engmaschiges Abwehrnetz auf, in dem die zaghaften Angriffe der Gäste immer wieder hängen blieben.

Die zweiten 45 Minuten wurden fast zu einer Kopie der ersten Spielhälfte. Höchsten Ansprüchen genügte auch weiter allein die Schalker Defensive, die den Gladbachern keine echte Torchance eröffnete. Weder Raffael noch Max Kruse oder Patrick Herrmann, dessen Tore den Borussen zuletzt sechs Punkte aus zwei Spielen beschert hatten, kamen zum Abschluss. Erst mit der Einwechslung von Ibrahima Traoré nach gut einer Stunde kam etwas mehr Entschlossenheit in die Aktionen der Gladbacher. Der Angreifer aus Guinea zwang Not-Torhüter Wellenreuther auch zu seiner einzigen Parade im Spiel (62.).

Das mögliche 2:0 vergaben in einer am Ende etwas lebhafter werdenden Begegnung Eric-Maxim Choupo-Moting und Boateng mit einem zu lässig gespielten Konter (70.). Dennoch hielt die Serie der Schalker, die letztmals im Jahr 2010 ein Heimspiel verloren hatten, in dem sie mit einem 1:0-Vorsprung in die Pause gegangen waren.

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