Schalke nach 1:0 in Maribor im Achtelfinale

Das Jokertor von Max Meyer lässt ganz Schalke jubeln. Photo: Caroline Seidel Foto: Caroline Seidel
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Das Jokertor von Max Meyer lässt ganz Schalke jubeln. Photo: Caroline Seidel Foto: Caroline Seidel
Erst weggerutscht, dann den Pfosten getroffen: Klaas-Jan Huntelaar hatte bei seinen Großchancen kein Glück. Foto: Igor Kupljenik
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Erst weggerutscht, dann den Pfosten getroffen: Klaas-Jan Huntelaar hatte bei seinen Großchancen kein Glück. Foto: Igor Kupljenik
Tranquillo Barnetta bemühte sich meist vergebens, das Schalker Sturm-Duo in Szene zu setzen. Foto: Caroline Seidel
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Tranquillo Barnetta bemühte sich meist vergebens, das Schalker Sturm-Duo in Szene zu setzen. Foto: Caroline Seidel
Im ersten Durchgang fanden die wenigen Flanken von Atsuto Uchida bei Schalke keine Abnehmer. Foto: Caroline Seidel
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Im ersten Durchgang fanden die wenigen Flanken von Atsuto Uchida bei Schalke keine Abnehmer. Foto: Caroline Seidel
Die Slowenen ließen Eric Maxim Choupo-Moting wenig Raum. Foto: Igor Kupljenik
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Die Slowenen ließen Eric Maxim Choupo-Moting wenig Raum. Foto: Igor Kupljenik

Maribor (dpa) - Der FC Schalke 04 hat sich dank Matchwinner Max Meyer und der Schützenhilfe des FC Chelsea zum dritten Mal in Folge ins Achtelfinale der Champions League gezittert.

Das Team von Trainer Roberto Di Matteo kam am Mittwochabend zu einem verdienten 1:0 (0:0) beim slowenischen Fußball-Meister NK Maribor und schaffte damit mit acht Punkten als Zweiter der Staffel G hinter Gruppensieger Chelsea (14 Punkte) den Einzug in die K.o.-Runde. Vor 12 500 Zuschauern im kleinsten Stadion der Königsklasse gelang dem eingewechselten Meyer mit seinem ersten Champions-League-Tor (62.) der entscheidende Treffer für die Schalker, die sich damit 3,5 Millionen-Euro-Prämie fürs Weiterkommen von der UEFA sicherten.

"Wir sind als Mannschaft aufgetreten, haben den unbedingten Siegeswillen mitgebracht und kaum Chancen zugelassen. Ich freue mich sehr für Max. Er hat sich nicht hängenlassen", analysierte Kapitän Benedikt Höwedes.

"Wir sind glücklich, dass wir im Achtelfinale sind. Das ist ein wichtiger Schritt für die Zukunft. Das war ein hochverdienter Sieg", sagte Di Matteo und lobte die positive Einstellung von Meyer, der auf der Bank beginnen musste: "Ich hatte die Hoffnung, dass er war Entscheidendes machen kann."

Die Ausgangslage war klar. Schalke musste gewinnen und hoffen, dass Sporting in London nicht punktet. "Heute geht es um die Ehre. Wir wollen weiterkommen", betonte Schalkes Aufsichtsratschef Clemens Tönnies unmittelbar vor dem Spiel und stärkte dem zuletzt immer wieder kritisierten Sportvorstand Horst Heldt erneut den Rücken. Nach zuletzt drei Siegen in Serie in der Bundesliga war der Optimismus der Schalker groß. Di Matteo setzte erneut auf ein 3-5-2-System mit der Doppelspitze Klaas-Jan Huntelaar und Eric Maxim Choupo-Moting. Einzige Änderung gegenüber dem 4:0 in Stuttgart war die Hereinnahme von Marco Höger für den kreativeren Meyer.

Nach dem enttäuschenden 1:1 im Hinspiel war bei knapp null Grad von selbstbewusstem Auftreten aber zunächst nichts zu sehen. Der Druck des Gewinnen-Müssens schien die Favoriten zu lähmen. Die Schalker begannen bedächtig, aus dem Mittelfeld kam wenig Überraschendes, das Sturm-Duo hing völlig in der Luft. Wenigstens hinten ließen sie in der ereignisarmen ersten Hälfte kaum etwas zu. Nur bei einem Eckball wurden die Gastgeber richtig gefährlich. Den Kopfball von Arghus konnte 04-Verteidiger Atsuto Uchida in der 22. Minute gerade noch von der Linie kratzen - auch den Nachschuss von Marcos Tavares blockte der Japaner erfolgreich.

Vor Standardsituationen hatte di Matteo immer wieder gewarnt. Die beste Gelegenheit der Schalker vor der Pause versiebte Huntelaar, als er allein auf Keeper Jasmin Handanovic zulief, aber aus knapp zehn Metern den Ball überhastet übers Tor schoss (44.).

Mit wesentlich mehr Dringlichkeit kam der Bundesliga-Vierte aus der Kabine. Die Schalker, die jederzeit über den Zwischenstand der Partie Chelsea - Sporting Lissabon informiert waren, gingen aggressiver in die Zweikämpfe und entwickelten mehr Zug zum gegnerischen Tor. Ausgerechnet Torjäger Huntelaar vergab den nächsten Hochkaräter. Aus drei Metern setzte er den Ball an den Innenpfosten (55.) - Zeljko Filipovic klärte auf der Linie - der Torrichter winkte zurecht ab.

Jetzt lief es bei Schalke. Di Matteo brachte Meyer für Barnetta (56.) und wechselte damit den Sieg ein. Der 19-Jährige erlöste die knapp 800 mitgereisten 04-Fans mit dem verdienten 1:0 (62.). Die Führung gab dem Bundesligisten endlich die nötige Souveränität. Dennis Aogo wäre mit einem Distanzschuss beinahe das 2:0 gelungen (71.). Bei Maribor schwanden die Kräfte, die Schlussoffensive der jetzt harmlosen Slowenen blieb ohne Folgen.

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