Schalke schlägt Mainz dank Huntelaar-Dreierpack mit 4:1

Der FC Schalke 04 hat sich den Champions-League-Frust von der Seele geschossen. Foto: Bernd Thissen
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Der FC Schalke 04 hat sich den Champions-League-Frust von der Seele geschossen. Foto: Bernd Thissen

Gelsenkirchen (dpa) - Was für eine Reaktion! Nach dem 0:5-Debakel gegen den FC Chelsea hat sich der FC Schalke 04 den Frust von der Seele geschossen und bleibt in der Fußball-Bundesliga zu Hause eine Macht.

Vier Tage nach dem desaströsen Auftritt in der Champions League gewannen die Königsblauen hoch verdient mit 4:1 (2:1) gegen den FSV Mainz 05 und etablierten sich dank eines Dreierpacks des überragenden Klaas-Jan Huntelaar (9./25./62.) im Vorderfeld. Der Niederländer übersprang mit seinen Bundesliga-Saisontoren fünf bis sieben die Marke von 100 Pflichtspieltreffern für Schalke.

Nach seiner Gala schnappte sich der "Hunter" den Ball als Erinnerungsstück. "Den Ball nehme ich nur mit, wenn ich dreimal treffe", sagte er schmunzelnd. Auch sein Trainer war hoch zufrieden. "Das war die beste Reaktion, die wir nach Dienstag zeigen konnten", sagte Roberto Di Matteo: "Es war ein Sieg der Gruppe, der Mannschaft, der Einheit."

Der eingewechselte Tranquillo Barnetta (54.) steuerte am Samstag vor 60 904 Fans das vierte Tor bei. Shinji Okazaki (44.) hatte das zwischenzeitliche Anschlusstor für die Mainzer besorgt, die erst einmal (7. Mai 2011) bei nun neun Spielen in der Arena gewannen. Dementsprechend war FSV-Coach Kasper Hjulmand "sehr enttäuscht". Vier Gegentore seien zu viel: "Da haben wir nicht gut verteidigt", meinet der Däne, der kurzfristig Innenverteidiger Niko Bungert (muskuläre Probleme im Hüftbereich) ersetzen musste.

Die Königsblauen mussten wegen der Ausfälle von Kevin-Prince Boateng (Infekt) und Felipe Santana eine komplette Elf ersetzen und starteten wie beim 3:2 gegen Wolfsburg im 3-2-2-1-2-System. Und sie begannen genauso furios. Die Fans merkten, dass sich ihr Team nach der 0:5-Blamage in der Königsklasse viel vorgenommen hatte. Huntelaar (4.) gab den ersten Warnschuss ab, doch FSV-Keeper Loris Karius war rechtzeitig im kurzen Eck. Fünf Minuten später war der Torwart aber machtlos, als der "Hunter" ihn nach Kopfballvorarbeit von Eric Maxim Choupo-Moting mit einem gefühlvollen Heber überlistete. Auf der Gegenseite hatte Ja-Cheol Koo die Chance zum Ausgleich. Doch Schalkes Torhüter Ralf Fährmann konnte gerade noch zur Ecke lenken.

Schalke war kaum wiederzuerkennen, machte weiter Druck. Huntelaars Schuss wurde abgeblockt, Marco Höger zielte zu hoch. Dann aber war erneut Huntelaar zur Stelle und verwertete einen Querpass von Boateng-Ersatz Max Meyer. Es war das 100. Pflichtspieltor des Niederländers im 156. Einsatz für Schalke. Die Rheinhessen gaben sich keineswegs geschlagen und kamen durch Okazaki (44.) kurz vor der Pause noch zum Anschluss. "Da waren wir noch einmal dran", meinte Präsident Harald Strutz.

In der zweiten Hälfte musste Di Matteo wegen der Verletzung von Jan Kirchhoff auf eine Vierer-Abwehrkette umstellen. Gleichwohl gab es keinen Bruch im Spiel. Barnetta stellte mit einem herrlichen Distanzschuss zunächst den alten Abstand wieder her, ehe Huntelaar nach Zuspiel von Choupo-Moting den höchsten Saisonsieg perfekt machte. Erst dann war der Mainzer Widerstand gebrochen.

Spieldaten:

Ballbesitz in %: 41,7 - 58,3

Torschüsse: 14 - 22

gew. Zweikämpfe in %: 47,7 - 52,3

Fouls: 16 - 12

Ecken: 2 - 5

Quelle: optasports.com

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