Schalke souverän zum Gruppensieg: 4:0 in Tripoli

Machte zwei der vier Schalker Tore: Eric-Maxim Choupo-Moting (l). Foto: Costas Kolintzogiannakis
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Machte zwei der vier Schalker Tore: Eric-Maxim Choupo-Moting (l). Foto: Costas Kolintzogiannakis

Angeführt vom starken Eric Maxim Choupo-Moting hat der FC Schalke 04 sich souverän den Sieg in seiner Europa-League-Gruppe gesichert. Nach dem 4:0 bei Asterias Tripolis dürfen die Königsblauen in der K.o.-Runde auf einen leichten Gegner hoffen.

Tripoli (dpa) - Mit einem souveränen Auftritt hat sich der FC Schalke 04 als Gruppensieger in die K.o.-Runde der Fußball-Europa League gespielt und darf nun auf einen leichten Gegner hoffen.

Die Bundesliga-Sechste sicherte sich mit einem ungefährdeten 4:0 (2:0) bei Asterias Tripolis in Griechenland Platz eins in der Staffel K vor Sparta Prag.

"Das war eine seriöse und gute Vorstellung des Teams, die die Aufgabe sehr professionell angegangen ist", lobte Trainer André Breitenreiter. "Die Jungs, die heute zum Einsatz gekommen sind, haben ihre Aufgabe zufriedenstellend erledigt. Wir haben einen ausgeglichenen Kader."

Vor nur 4000 Zuschauern - darunter 1000 königsblauer Fans - sorgten Franco di Santo (29.) mit seinem fünften Europa-League-Tor in dieser Saison, Eric Maxim Choupo-Moting (37./78.) mit einem Doppelpack und Max Meyer (86.) sorgten für klare Verhältnisse und den zweithöchsten Auswärtssieg in der Schalker Europapokal-Geschichte. "Jedes Tor tut gut. Darüber freue ich mich natürlich", meinte der überragende Choupo-Moting. "Aber noch mehr freue ich mich über den Sieg. Es war nicht so einfach."

Bereits vor dem Vorrunden-Abschluss stand der Einzug der ungeschlagenen Gelsenkirchener in die Runde der letzten 32 fest. Durch den Gruppensieg gehen sie bei der Auslosung zur K.o.-Runde am Montag Hochkarätern aus dem Weg und haben im Rückspiel in jedem Fall Heimrecht.

Aufregender als die Partie waren für die Schalker vor den Anpfiff die Diskussionen um die Handmanschette von Benedikt Höwedes. Der israelische Schiedsrichter Liran Liany beanstandete den Schutz an der rechten Hand des Schalker Kapitäns, die er wegen eines Bruchs bereits in der Bundesliga und in der Europa League mehrmals getragen hatte. Der Abwehrchef lief letztlich ohne Manschette und nur mit einem Verband auf.

Schalkes Trainer André Breitenreiter hatte sein Team im Vergleich zum Bundesliga-Erfolg gegen Hannover 96 gleich auf sechs Positionen verändert. Die größte Überraschung war die Personalie Sidney Sam. Der Offensivspieler hatte in dieser Saison bislang nur zehn Pflichtspielminuten absolviert und stand zuletzt Anfang Februar in der Startelf. Nachhaltig empfehlen konnte sich der 27-Jährige nicht.

Die Schalker waren trotz der Umstellungen den international zweitklassigen Griechen von Anpfiff an klar überlegen. Vor allem Choupo-Moting überzeugte als Antreiber über die linke Seite. Die Gastgeber lauerten nur auf Konter, brachten das Tor von Schlussmann Ralf Fährmann in dessen 100. Pflichtspiel für die Königsblauen aber nur selten in Gefahr.

Die Gelsenkirchener nutzten ihre Dominanz zunächst zu wenig. Di Santo (10.), der freistehend den Ball in aussichtsreicher Position verpasste, und ein 25-Meter-Freistoß von Johannes Geis (27.) hatten noch die besten Chancen. Nach knapp einer halben Stunde machten sie es besser. Mit der bis dahin besten Kombination gingen die Gäste in Führung. Júnior Caiçara zirkelt eine Flanke auf den Kopf von Schalkes "Mir Europa League" di Santo. Acht Minuten später verwertete Choupo-Moting einen schönes Zuspiel von Sturmpartner Klaas-Jan Huntelaar zum 2:0.

Auch nach dem Wechsel bestimmten die Königsblauen das Geschehen, waren aber nicht mehr ganz so konsequent wie im ersten Abschnitt. Erst eine erneut erfolgreiche Koproduktion des Sturmduos Huntelaar und Choupo-Moting und der kurz zuvor eingewechselte Max Meyer machten in der Schlussphase die Überlegenheit auch in Zahlen deutlich.

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