Schlappe für Bayern - Sieg für BVB: Nun Spitzenspiel

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Dortmund kann mit einem Sieg am Samstag gegen den FC Bayern den Rückstand auf zwei Punkte verkürzen. Foto: Arne Dedert

Berlin (dpa) - Nach der überraschenden Heimniederlage des FC Bayern (1:2 gegen Mainz) und dem Auswärtssieg von Borussia Dortmund (2:0 in Darmstadt) können sich die Fußballfans auf ein echtes Spitzenspiel freuen. Gewinnt der BVB am Samstag erneut, trennen die Erzrivalen nur noch zwei Punkte.

Jung-Trainer Julian Nagelsmann will mit seiner motivierten Hoffenheimer Truppe auch im Derby beim VfB Stuttgart bestehen. Und Bremen setzt im Abstiegsduell mit Schlusslicht Hannover wieder auf Torjäger Claudio Pizarro, der in Leverkusen dreimal traf.

SCHOCK VOR DEM SHOWDOWN: Borussia gegen Bayern - die Fußballfans können sich auf einen echten Kracher freuen, mit einem Extra-Schuss Spannung. Die Generalprobe für das Spitzenspiel am Samstag hatte sich die Mannschaft von Trainer Pep Guardiola allerdings anders vorgestellt: Die erste Heimniederlage dieser Saison war nicht eingeplant, Mainz gewann überraschend 2:1. Nach 662 Tagen Arena-Abstinenz erlebte der gerade aus der Haft entlassene Tribünengast Uli Hoeneß gleich eine der sehr seltenen Heimpleiten. Karl-Heinz Rummenigge erwartet gegen den BVB nun eine Leistungssteigerung. "Das wird jetzt natürlich ein Spiel, wo wir sicherlich nicht verlieren dürfen", sagte der Vorstandschef des deutschen Rekordmeisters.

MUSTER OHNE WERT: Der Hamburger SV ging am Mittwochabend gegen Schalke 04 in der Bundesliga zum 44. Mal 1:0 in Führung - und verlor danach erst zum dritten Mal. Das 3:2 für die Heimelf ging in Ordnung, und außerdem hatten die Königsblauen ja Klaas-Jan Huntelaar: Der Niederländer sorgte für das vorentscheidende 2:1 - im zehnten Bundesliga-Spiel gegen die Hanseaten schoss der "Hunter" sein elftes Tor. Schalke muss am Samstag in Köln ran, für die HSV wird die Luft immer dünner. Fünf Punkte trennen den Fast-Absteiger des Vorjahres noch zum Relegationsplatz 16 - und am Samstag kommt die Hertha.

DER ALTE MANN WILL NOCH MEHR: Der historische Negativ-Rekord in der Fußball-Bundesliga war Werder Bremen egal, Dreifach-Torschütze Claudio Pizarro schönte an diesem Abend jede Statistik. Der 37-Jährige bezwang Bayer Leverkusen beim 4:1 praktisch im Alleingang. Nur gegen den FC Bayern kassierte Leverkusen mehr Gegentore als gegen Werder (nunmehr schon 112). Im Kampf um einen Champions-League-Platz musste Bayer die dritte Niederlage in Serie hinnehmen. "Ich denke, das war schon Totalversagen", gab Weltmeister Christoph Kramer nach der Heimpleite zu. Das Gegentor schmerzte nicht, aber die Statistik ist unerbittlich: In jedem seiner bisher 24 Saisonspiele kassierte Werder mindestens einen Treffer.

PRÜFUNGSTAG FÜR HOFFENHEIM: Klausur für Trainer Julian Nagelsmann, Prüfung für die TSG 1899 Hoffenheim. Der Coach musste am Vormittag ran, am Abend bestand auch seine abstiegsbedrohte Mannschaft das Examen: 2:1 gegen Augsburg - der zweite Sieg im vierten Spiel unter Nagelsmann. Was war spannender - Prüfung oder Heimpartie? "Ganz klar das Spiel", sagte der mit 28 Jahren jüngste Trainer der Bundesliga. "In der Prüfung bist du eineinhalb Stunden ganz allein. Das ist schon einen Tick unemotionaler." Anders als das nächste Spiel: Am Samstag muss 1899 zum Derby beim VfB Stuttgart antreten.

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