Schürrle rettet Wolfsburg Punkt gegen Darmstadt

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André Schürrle (l) rettete dem VfL Wolfsburg einen Punkt. Foto: Peter Steffen

Immerhin einen Punkt rettete Weltmeister Schürrle seinem VfL Wolfsburg in der Nachspielzeit noch gegen Aufsteiger Darmstadt. Für den Vizemeister war das dennoch viel zu wenig. Lange Gesichter gab es aber auch bei den seit sieben Spielen sieglosen Hessen.

Wolfsburg (dpa) - Am Ende war niemand zufrieden. Das 1:1 (0:0) tat sowohl Vizemeister VfL Wolfsburg, als auch Aufsteiger Darmstadt 98 weh.

"Vor dem Spiel hätten wir das unterschrieben. Jetzt fühlt es sich nicht so gut an", bekannte Gäste-Coach Dirk Schuster, der nur knapp zehn Minuten vom sechsten Auswärtssieg in dieser Fußball-Bundesligasaison träumen durfte.

"Doch dann hat André Schürrle eben seine Klasse aufblitzen lassen", meinte Schuster ernüchtert: "Deshalb ist er auch Nationalspieler und spielt beim VfL Wolfsburg." Schürrle rettete dem Champions-League-Viertelfinalisten in der Nachspielzeit (90.+3) doch noch einen Punkt, nachdem Sandro Wagner in der 82. Minute den Gast zum Entsetzen des Großteils der 26 422 Zuschauer in Führung geschossen hatte. Dennoch gab es nach dem Spiel ein Pfeifkonzert.

"Das ist natürlich enttäuschend", sagte auch VfL-Trainer Dieter Hecking und meinte damit das Ergebnis: "Das ist nicht das, was wir uns vorgenommen haben." Der auf Platz acht abgestürzte Vizemeister und Pokalsieger verliert im Kampf um die Europapokalplätze nach dem zweiten sieglosen Spiel am Stück an Boden. "Wir haben derzeit Probleme, das lässt sich nicht weg diskutieren", sagte Hecking.

Nicht ansatzweise war zu erkennen, warum der VfL Anfang April im Champions-League-Viertelfinale gegen Real Madrid antreten darf. Gegner dieses Kalibers dürften in der kommenden Saison nicht mehr in der VW-Arena vorbeischauen. Nach 27 Spielen hat Wolfsburg bereits zehn Zähler Rückstand auf Platz drei, der als Ziel ausgegeben wurde und erneut zur Champions-League-Teilnahme berechtigen würde. Mit 38 Punkten muss der VfL gar um die Europa-League-Teilnahme bangen.

"Es kam viel zu wenig von uns in diesem wichtigen Heimspiel", bekannte auch Torschütze Schürrle.

Darmstadt dagegen sammelte im Kampf gegen den Abstieg erneut einen Punkt - zum dritten Mal in Serie. Allerdings sind die Hessen inzwischen auch seit sieben Spielen sieglos und haben nur noch einen Punkt Vorsprung auf den Relegationsrang 16. Darmstadt verdiente sich den Punkt gegen ideenlose und ersatzgeschwächte Hausherren mit viel Kampf und Leidenschaft. Dagegen rannte Wolfsburg lang vergebens an.

Beim VfL fehlte wie schon in Hoffenheim vor allem Weltmeister Julian Draxler (Oberschenkelprobleme) an allen Ecken und Enden. Kurzfristig war auch Linksverteidiger Ricardo Rodriguez mit einer Bauchmuskelverletzung ausgefallen. Zu allem Überfluss verletzte sich im Spiel auch noch Daniel Caligiuri und musste bereits nach einer guten halben Stunde ausgewechselt werden.

Schon die Anfangsphase des Spiels war für den VfL zum Vergessen. Darmstadt presste früh und zwang den Favoriten damit immer wieder zu leichten Fehlern im Spielaufbau. Schalteten die Wolfsburger doch mal den Vorwärtsgang ein, lieferte vor allem Nationalspieler Max Kruse keine Argumente für seine Nominierung von Bundestrainer Joachim Löw am Tag zuvor für die EM-Tests gegen England und Italien.

Spieldaten:

Ballbesitz in %: 76,9 - 23,1

Torschüsse: 20 - 11

gew. Zweikämpfe in %: 58,3 - 41,7

Fouls: 14 - 16

Ecken: 8 - 1

Quelle: optasports.com

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