Ein Schweizer macht's

Weiler neuer Trainer in Nürnberg

Rene Weiler ist neuer Trainer des 1. FC Nürnberg.
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Rene Weiler ist neuer Trainer des 1. FC Nürnberg.

Nürnberg - Der 1. FC Nürnberg hat einen neuen Trainer. René Weiler aus der Schweiz wird Nachfolger des erst Anfang der Woche beurlaubten Valerien Ismael.

Der 1. FC Nürnberg hat den Schweizer Rene Weiler als neuen Trainer verpflichtet. Der 41-Jährige wird Nachfolger des Franzosen Valerien Ismael, der am Montag entlassen worden war. Das teilte der Club am Mittwochmorgen mit. Weiler wurde am Mittag in Nürnberg offiziell vorgestellt. Eine genaue Vertragslaufzeit teilte der fränkische Traditionsverein nicht mit. „Es ist ein langfristiger Vertrag über den Sommer hinaus und für die erste und zweite Liga“, sagte FCN-Sportvorstand Martin Bader lediglich.

Weiler erklärte, er habe sich „bewusst eine Aufgabe im deutschen Markt gesucht. Der Club steht für Tradition, eine tolle Fankultur und großartige Erfolge, da kann man unmöglich nein sagen. Ich will hier bestmögliche Arbeit abliefern und früher oder später wieder in die Bundesliga.“ Bader ergänzte, „irgendwo am Horizont“ sei der Aufstieg noch ein Ziel, aktuell dürfe man aber nicht davon reden. „Wir müssen erstmal Schritt für Schritt weiter nach oben.“

Weiler hatte zuletzt in der Schweizer Super League den FC Aarau trainiert, den Verein im Sommer aber verlassen. Der aus Winterthur stammende Ex-Profi ist bereits der fünfte Club-Trainer seit dem Abgang von Dieter Hecking zum VfL Wolfsburg kurz vor Weihnachten 2012. Nach nur vier Siegen aus 13 Spielen, dafür aber sieben Niederlagen, steht Nürnberg in der 2. Liga auf dem enttäuschenden 14. Rang.

Der neue Mann auf der Club-Bank ist in Deutschland noch ein unbeschriebenes Blatt. Seinen größten Erfolg feierte Weiler 2013, als er mit Aarau als Zweitligameister in die Schweizer Super League aufstieg. Der Klassenerhalt glückte anschließend souverän. Als Spieler war Weiler in Winterthur Teamkollege des heutigen Bundestrainers Joachim Löw. Wegen verschiedener Verletzungen musste er 2001 seine aktive Karriere beenden und wurde beim FC Winterthur Assistenz- und Juniorentrainer.

Über St. Gallen und Schaffhausen kam Weiler nach Aarau, das er trotz laufenden Vertrags verließ, um „den nächsten Karriereschritt“ zu machen. Er gilt als Freund eines offensiven Spielstils mit der nötigen Autorität und war bereits im vergangenen Sommer Kandidat beim Club. Damals entschieden sich die Franken jedoch für Ismael, den Weiler nun beerben wird. „Der deutsche Fußball ist hochinteressant“, sagte er kürzlich in einer Schweizer Zeitung.

SID

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