Seifert fordert mehr Auslandsengagement von Bundesliga-Clubs

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DFL-Boss Christian Seifert

Frankfurt - DFL-Geschäftsführer Christian Seifert will die Auslandsvermarktung der Fußball-Bundesliga entscheidend ankurbeln und hat die Vereine deshalb zu mehr Engagement in Fernost und Amerika aufgefordert.

„Unsere Auslandsrechte sind definitiv eines der größten Wachstumsfelder“, sagte Seifert in einem Interview der Zeitung „Die Welt“ (Dienstag). „Wir streben definitiv den Korridor von 100 bis 150 Millionen Euro jährlich an“, sprach Seifert von einer möglichen Verdoppelung der Erlöse.

Allerdings präsentieren sich die Clubs nach Meinung des 44-Jährigen zu wenig in den entscheidenden Märkten. „Zur Wahrheit gehört aber auch ein bisschen, dass zwölf deutsche Clubs ihre Sommertrainingslager in Österreich abhalten. Kein einziger Verein mit Ausnahme des FC Bayern in manchen Jahren unternimmt dagegen auch nur im Ansatz die Anstrengungen englischer oder spanischer Klubs, um sich in Asien, der USA oder anderswo bekannter zu machen“, sagte Seifert. Die derzeitigen Verträge laufen bis 2015. Innerhalb des nächsten Jahres will Seifert neue Kontrakte abschließen.

Keine Option zur Einnahmensteigerung ist für den Spitzenmann der Deutschen Fußball Liga ein Titelsponsor für die deutsche Eliteklasse. „Den Namen Bundesliga zu ändern, um 20 bis 30 Millionen Euro mehr zu generieren ist angesichts des Gesamterlöses von 2,5 Milliarden Euro schlicht und ergreifend nicht sinnvoll“, sagte Seifert vor der Feier zum 50. Bundesliga-Geburtstag am Dienstagabend in Berlin. Am Mittwoch trifft sich der Ligaverband zu seiner Generalversammlung. Wichtigster Tagesordnungspunkt ist die Wiederwahl von Präsident Reinhard Rauball.

dpa

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