Rücktritt von FCA-Präsident Seinsch: Hofmann Nachfolger

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FCA-Präsident Walther Seinsch legt sein Amt nieder. Foto: Stefan Puchner

Augsburg (dpa) - Nach über 14 Jahren ist endgültig Schluss: Überraschend hat Walther Seinsch sein Amt als Präsident von Fußball-Bundesligist FC Augsburg niedergelegt.

"Ich möchte es kurz machen. Heute ist mein letzter Arbeitstag für den FCA", sagte der 73-Jährige, dem die Mitglieder im Pressezentrum des Augsburger Stadions tosenden Beifall spendeten. Im November 2000 hatte Seinsch das Amt übernommen. "Es gibt keinen besseren Zeitpunkt für mich als jetzt, mein Amt niederzulegen. Außerdem muss ich an meine Gesundheit denken", erklärte der langjährige Clubchef, der nach außen sehr gefasst wirkte.

Da der Präsident den Aufsichtsrat bereits am Wochenende über seine Rücktrittspläne informierte, ernannte dieser Seinschs Stellvertreter  Klaus Hofmann einstimmig zum Nachfolger im Amt des  Vorstandsvorsitzenden. Der 47 Jahre alte Hofmann ist Unternehmer und seit zwei Jahren im Club. "Alles was wir hier tun, muss im Schulterschluss mit Verein und Fans getan werden. Dann sind wir erfolgreich", sagte Hofmann vor insgesamt 600 stimmberechtigten Mitgliedern.

In Seinschs Amtszeit bewerkstelligte der Club unter anderem den Bau der neuen Arena. Als er seinen Posten vor über 14 Jahren angetreten hatte, spielten die Schwaben noch in der Bayernliga. In den Jahren darauf folgten Aufstiege in die Regionalliga, die 2. Liga und 2011 schließlich in die Bundesliga. Derzeit steht das Team von Trainer Markus Weinzierl in der obersten deutschen Spielklasse auf dem vierten Tabellenplatz.

Die Spieler und die sportliche Führung um Weinzierl und Manager Stefan Reuter erhielten für das abgelaufene Jahr großen Applaus. Das vergangene Jahr beendeten die Schwaben auf Rang acht - zur  Europa-League-Teilnahme fehlte lediglich ein einziger Punkt.

Auch finanziell konnte der FC Augsburg Positives vermelden. Der kaufmännische Geschäftsführer Peter Bircks meldete für das vergangene Jahr einen Gewinn von 2,028 Millionen Euro. "Es war das erfolgreichste Jahr in der Geschichte der KGaA", sagte Bircks. Mit einer deutlichen Mehrheit beschlossen die Mitglieder zudem, die Jugendmannschaften U17, U19 und U23 aus dem "Eingetragenen Verein" auszugliedern und in der "Kommanditgesellschaft auf Aktien" einzugliedern. Diese habe "vor allem steuerliche Gründe", erklärte  Bircks.

Pressemitteilung FC Augsburg

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