Verdächtiger gefasst

Tausende trauern um getöteten Torwart

Senzo Meyiwa
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Bei der Trauerfeier für Senzo Meyiwa waren tausende Menschen anwesend.

Johannesburg - Der südafrikanische Nationaltorwart Senzo Meyiwa wird bei einem Raubüberfall getötet. Nun hat die Polizei einen Verdächtigen gefasst. Bei Meyiwas Beerdigung trauern Zehntausende.

Eine Woche nach dem Mord an dem südafrikanischen Nationaltorwart Senzo Meyiwa ist ein Verdächtiger gefasst worden. Der 25-jährige mutmaßliche Täter sei des Mordes und Raubes angeklagt, zitierte die Nachrichtenagentur SAPA am Freitag einen Justizsprecher. Am Samstag nahmen derweil Zehntausende bei einer Trauerfeier Abschied von dem Torwart.

Senzo Meyiwa war am Sonntag vor einer Woche bei einem Raubüberfall im Haus seiner Freundin bei Johannesburg erschossen worden. Der Kapitän des Nationalteams „Bafana Bafana“ wurde 27 Jahre alt. Die Polizei leitete eine Großfahndung nach mindestens zwei Männern ein, die in das Haus eingebrochen waren. Zusammen mit einem Dritten, der draußen gewartet hatte, waren sie demnach zu Fuß mit einem erbeuteten Mobiltelefon geflüchtet.

Der nun Festgenommene sei in Gewahrsam, nachdem Zeugen ihn bei einer Gegenüberstellung wiedererkannt hätten, teilte die Polizei mit. Der Mann werde am 11. November wieder vor Gericht erscheinen müssen. Weitere Verdächtige würden noch gesucht.

Mithilfe von Augenzeugen, die zur Tatzeit in dem Haus waren, hatte die Polizei Phantombilder von zwei Verdächtigen veröffentlicht. Für Informationen, die zur Festnahme der Täter führten, setzten die Behörden eine Belohnung von umgerechnet 18 000 Euro aus.

Am Samstag kamen mehr als 20 000 Menschen in einem Fußballstadion in Durban - in der Nähe von Meyiwas Heimatort Umlazi - zur Beerdigungsfeier. Der Sender eNCA übertrug die Zeremonie live im Fernsehen. Zahlreiche Fans kamen in Trikots von Meyiwas Verein, Orlando Pirates. Andere trugen T-Shirts mit seinem Foto darauf. Etliche brachen in Tränen aus, als der Sarg - eingehüllt in die südafrikanische Flagge und begleitet von einer Polizei-Eskorte - durch das Stadion getragen wurde.

Jeff Radebe, Minister im Präsidialamt, nannte Meyiwa einen „Helden“, der „weit über die Grenzen des afrikanischen Kontinents hinaus bekannt war“. Danny Jordaan, der Präsident des südafrikanischen Fußballverbands, beschrieb den 27-Jährigen als Spieler, der „im Einklang mit sich selbst“ war. Sein Leben sei „auf die grausamste und brutalste Weise“ genommen worden.

dpa

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