Wirbel um Ex-Bayern-Star

Shaqiri erklärt das Foto mit Imam Krasniqi

+
Ex-Bayern-Spieler Xherdan Shaqiri und der umstrittene Iman Shefqet Krasniqi.

München - Xherdan Shaqiri hat sich mit dem mutmaßlichen Islamisten Shefqet Krasniqi getroffen. Das bezeugen Fotos, die im Internet umherschwirren. Shaqiri hat nun erklärt, wie es zu dem Treffen kam.

Wirbel um Ex-Bayern-Spieler Xherdan Shaqiri: Der Schweizer Nationalspieler ist bei einer Reise in sein Geburtsland Kosovo auf den mutmaßlichen Islamisten Shefqet Krasniqi getroffen. Auf mehreren Facebook-Seiten, die angeblich Krasniqi betreibt, sind Fotos zu sehen, auf denen Shaqiri dem Imam die Hand schüttelt. Beide stehen in der Einfahrt eines Hauses mit grünem Garten. Laut kosovarischen Medien soll das Haus dem Inter-Star gehören, der gerade im Kosovo Ferien macht. Auf einem Bild sieht es so aus, als habe der Imam dem 23-Jährigen zwei Bücher überreicht. 

Krasniqi ist Imam der größten Moschee in Pristina, der Hauptstadt des Kosovo. Er gilt als radikaler Islamist. Wie die Süddeutsche Zeitung im Oktober 2014 berichtete, wurde er zusammen mit 14 anderen mutmaßlichen Islamisten wegen Verdachts auf Terrorismus, Bedrohung der verfassungsmäßigen Ordnung und Aufhetzung zum religiösen Hass von kosovarischen Behörden verhaftet. Er kam jedoch kurz darauf wieder frei.

Shaqiri grenzt sich ab von Radikalismus

Medienberichten zufolge soll Shaqiri einer Einladung des Imam gefolgt sein. Das wies der Fußballprofi deutlich zurück: "Der Imam kam zu mir und hat mich um ein Foto gebeten, wie das tausende andere Leute auch tun. Das habe ich dann auch gemacht. Seine Bitte abzuschlagen, wäre unhöflich gewesen", stellte Shaqiri auf seiner Facebook-Seite klar und erklärte: "Dass dieser Imam mit Terrorismus in Verbindung gebracht wird, war mir nicht bekannt. Ich kann auch nicht jeden Fan, der ein Foto von mir machen will, auf seinen Charakter oder seine Vorstrafen überprüfen."

Weiterhin kritisierte er die Medienberichte über seine Person. Er verurteile Leute, die seine Popularität für eigene Anliegen nutzen und "Medien, welche unnötigerweise Leute gegeneinander aufhetzen".

Am Ende seiner Erklärung auf Facebook grenzt sich Shaqiri noch einmal ab von Radikalismus: "Wir Shaqiris sind gläubige Moslems! Alles Radikale liegt uns aber fern! Euer Xherdan."

Ein Bild mit dem Imam Shefqet Krasniqi und mir hat im Netz für viel unnötigen Wirbel gesorgt. Der Imam kam zu mir und...

Posted by Xherdan Shaqiri on Montag, 29. Juni 2015

rat

Mehr zum Thema:

auch interessant

Meistgelesen

Schmutzige Geldgeschäfte von Ronaldo, Özil und Co. enthüllt
Schmutzige Geldgeschäfte von Ronaldo, Özil und Co. enthüllt
BVB: "Sahnehäubchen" Gruppensieg - oder lieber nicht?
BVB: "Sahnehäubchen" Gruppensieg - oder lieber nicht?
FC Barcelona gegen Real Madrid: So endete der Clasico
FC Barcelona gegen Real Madrid: So endete der Clasico
Britischer Fußballskandal: 350 mutmaßliche Missbrauchsopfer
Britischer Fußballskandal: 350 mutmaßliche Missbrauchsopfer

Kommentare