Sechs Teams bedroht

Showdown! Das kann im Abstiegskampf passieren

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Stuttgarts Martin Harnik feiert seinen Treffer zum 2:1.

Berlin - Der spannendste Abstiegskampf in der Bundesliga-Geschichte steuert auf seinen finalen Höhepunkt zu. Am vorletzten Spieltag änderte sich die Lage im Tabellenkeller wieder entscheidend.

Das Abstiegs-Drama in der Fußball-Bundesliga ist um ein Kapitel reicher. Am letzten Spieltag sind noch sechs Mannschaften in den Kampf um den Ligaverbleib verwickelt. Die besten Karten hat Hertha BSC, für den SC Paderborn geht es wahrscheinlich direkt wieder zurück in die Zweite Liga. So sieht's aus im Tabellenkeller:

HERTHA BSC (13. Platz/35:50 Tore/35 Punkte):

Spielt am 34. Spieltag in Hoffenheim. Verpasste durch ein torloses Remis gegen Frankfurt die vorzeitige Rettung. „Das Endspiel nächste Woche hätten wir uns gern erspart“, sagte Hertha-Manager Michael Preetz. Der direkte Abstieg ist nach menschlichem Ermessen nicht mehr möglich, der Sturz auf den Relegationsplatz auch eher unwahrscheinlich. Trotzdem waren sie in Berlin sauer: vor allem auf Top-Stürmer Salomon Kalou, der in der 54. Minute frei stehend mit einem laschen Lupfer an Eintracht-Keeper Kevin Trapp scheiterte.

SC FREIBURG (14./35:45/34)

Spielt in Hannover. Darf nach einer schwierigen Saison auf ein Happy End hoffen. Bei einem Sieg oder Unentschieden sind die Breisgauer gerettet. Den Last-Minute-Erfolg gegen die Bayern durch das Tor von Nils Petersen feierten sie vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw ausgelassen. Trainer Christian Streich wollte nach dem Schlusspfiff erst einmal in die Kabine verschwinden, legte sich aber auf die Nase. „Jetzt dürfen wir nicht anfangen zu spinnen und zu fliegen“, warnte er vor dem Auswärtsspiel in Niedersachsen.

HANNOVER 96 (15./38:55/34)

Spielt gegen Freiburg. Ist mit einem Sieg sicher gerettet. Kann aber auch absteigen bei einer Niederlage, wenn Stuttgart in Paderborn gewinnt und der HSV gegen Schalke siegt. „Das war ein wichtiger Schritt, aber noch nicht der entscheidende“, sagte 96-Trainer Michael Frontzeck nach dem 2:0 in Augsburg. Nationaltorwart Ron-Robert Zieler sprach von einem „schönen dreckigen Sieg“. Die jüngsten Trainer-Spekulationen wies Vereinschef Martin Kind zurück. „Wir führen Gespräche erst dann, wenn die Saison beendet ist“, sagte er.

VFB STUTTGART (16./40:59/33)

Spielt in Paderborn. Der große Gewinner des vorletzten Spieltags. Den Siegtreffer zum 2:1 gegen den Hamburger SV feierten die VfB-Profis mit einem Affentanz als Replik auf die angebliche Schelte von Trainer Huub Stevens unter der Woche. Der Holländer soll seine Spieler angeschrien haben: „Ihr seid Affen, das seid ihr!“ Was er gar nicht so gemeint haben wollte. Stevens kann seine zweite Rettungsmission bei den Schwaben krönen. Mit einem Sieg in Paderborn definitiv auch in der kommenden Saison Bundesliga-Mitglied.

HAMBURGER SV: (17./23:50/32)

Spielt gegen den FC Schalke 04. Nach den jüngsten Erfolgserlebnissen unter Bruno Labbadia einer der großen Verlierer des 33. Spieltages. Muss gegen Schalke gewinnen UND auf die Ergebnisse der Konkurrenz schauen. „Wir haben es nun nicht mehr in der eigenen Hand, das fühlt sich beschissen an“, schimpfte Keeper René Adler nach der 1:2-Niederlage beim Abstiegskonkurrenten VfB Stuttgart. „Niemals Zweite Liga“, sangen die Hamburger Fans nach dem Führungstreffer. Gut möglich, dass es das Gründungsmitglied der Liga nun erwischt.

SC PADERBORN (18./30:63/31)

Spielt gegen Stuttgart. Mehr als der Sprung auf den Relegationsplatz ist nicht mehr drin für den tapferen Aufsteiger. Muss gegen den VfB gewinnen, und der HSV darf nicht gegen Schalke siegen. Remis oder Niederlage bedeuten den Abstieg. „Wir haben noch eine kleine Chance“, sagte Trainer André Breitenreiter. Ein Eigentor besiegelte kurz vor Schluss das 0:1 auf Schalke. „Es wird Tage dauern, die Niederlage zu verarbeiten. Aber wir werden alles dafür tun, gegen Stuttgart zu gewinnen“, sagte der Coach. Doch selbst das könnte zu wenig sein.

dpa

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