Red-Bull-Boss Mateschitz attackiert

Skandal in Aue: Nazi-Spruchband gegen RB Leipzig

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Das skandalöse Spruchband der Aue-"Fans".

Aue - Beim Sachsen-Derby zwischen Erzgebirge Aue und RB Leipzig (2:0) haben Heimfans für einen handfesten Eklat gesorgt.

Nazi-Plakate haben am Freitag für einen Eklat beim Ostderby in der 2. Fußball-Bundesliga zwischen Erzgebirge Aue und RB Leipzig gesorgt. „Das ist eine Sauerei, wir distanzieren uns entschieden“, wetterte bereits kurz nach dem Abpfiff Aue-Präsident Helge Leonhardt. Bei Facebook entschuldigte sich der Klub nach dem 2:0 (1:0)-Erfolg: „Drei Punkte gewonnen, doch am Ende eine Menge Ansehen und Anerkennung verloren!“

Auf der Tribüne war ein Plakat in die Höhe gehalten worden, das Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz in Nazi-Uniform mit der Aufschrift „Aus Österreich nur das Beste für Deutschland“ zeigte. Ein zusätzlich entrolltes Spruchband schlug in die gleiche Kerbe: „Ein Österreicher ruft und ihr folgt blind, wo das endet weiß jedes Kind. Ihr wärt gute Nazis gewesen!“

Der DFB-Kontrollausschuss leitete am Samstag ein Ermittlungsverfahren ein. „Der DFB verurteilt diesen Vorfall. Nazi-Vergleiche sind unter keinen Umständen zu tolerieren. Wir erwarten nun von Erzgebirge Aue, dass der Verein diese Vorgänge umgehend und lückenlos aufklärt und die Verantwortlichen ermittelt“, sagte Rainer Koch, 1. DFB-Vizepräsident für Recht- und Satzungsfragen.

Der Auer Traditionsverein reagierte nochmals am Samstag: „Der FC Erzgebirge Aue verurteilt diese Machenschaften auf das Allerschärfste“, hieß es in einer Stellungnahme des Klubs: „Mit Leuten, die Plakate und Banner mit derart verabscheuungswürdigen Inhalten in unser Stadion bringen und zeigen, wollen wir nichts zu tun haben.“

Weiter heißt es in der Mitteilung, eine Minderheit habe dafür gesorgt, dass „ein für den FC Erzgebirge Aue sportlich erfolgreicher Abend einen ungenießbaren Beigeschmack“ bekommen habe: „Wir möchten uns hierfür bei RB Leipzig entschuldigen.“

Welche Folge der Vorfall für den FC Erzgebirge haben wird, ist noch nicht abzusehen. Dem Heimklub droht ein Verfahren und eine Bestrafung durch das DFB-Sportgericht.

Die Niederlage zum Punktspielstart ins neue Jahr war zudem eine herbe Enttäuschung für die ambitionierten Gäste. „In der ersten Halbzeit war es kein schlechtes Spiel von uns. Wir waren präsent. Aue ist gefährlich, das wussten wir. Sie haben ihre Chance zum 1:0 früher genutzt. In der zweiten Halbzeit ist uns dann leider nicht mehr so viel eingefallen, und wir konnten uns nicht entscheidend durchsetzen“, sagte Spielmacher Dominik Kaiser. Rani Khedira, Bruder von Weltmeister Sami Khedira, ergänzte: „Wir haben gegen relativ starke Auer verloren, die den Ball sehr gut laufen lassen und die Zweikämpfe mehr angenommen haben.“

Der Aufsteiger konnte sich nicht gegen die kampfstarken Hausherren behaupten, die am Ende verdient drei Zähler einfuhren. „In der ersten Hälfte fehlte vielleicht die individuelle Klasse, aber es war ein Team da. In der zweiten Halbzeit hatten wir individuelle Qualität auf dem Platz, aber die Mannschaft hat nicht funktioniert“, äußerte Leipzig-Trainer Alex Zorniger bei Sky. Man wird sehen, welche Auswirkungen die Niederlage auf seine Position bei den Leipzigern haben wird.

Zumindest sportlich zufrieden konnten die Auer sein. „Wir sind wie ein Team aufgetreten und haben nicht unverdient gewonnen“, sinnierte Aue-Coach Tomislav Stipic.

sid

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