Späte Tore verlängern Leverkusens Serie: 3:0 in Paderborn

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Leverkusens Josip Drmic (l) und Paderborns Uwe Hünemeier kämpfen um den Ball. Foto: Oliver Krato

Paderborn - Drei späte Treffer haben Bayer Leverkusen und Trainer Roger Schmidt an dessen alter Wirkungsstätte drei schmucklose Punkte im Champions-League-Rennen beschert.

Für den erst am Ende klaren 3:0 (0:0)-Erfolg beim immer tiefer in die Abstiegszone abrutschenden SC Paderborn sorgten erst der eingewechselte Kyriakos Papadopoulos (73. Minute) und Heung-Min Son (84./90.+3). Nach dem vierten Pflichtspielsieg in Serie ist Bayer nun Tabellenvierter der Fußball-Bundesliga, der Neuling belegt nach drei Niederlagen ohne eigenen Treffer Relegationsplatz 16.

14 905 Zuschauer, unter ihnen der wegen Knieproblemen geschonte Bayer-Kunstschütze Hakan Calhanoglu, sahen eine über weite Strecken schwache erste Halbzeit. Die aufregendste Nachricht kam noch von der Auslosung für den DFB-Pokal, wo Leverkusen im Viertelfinale im DFB-Pokal am 7./8. April Bayern München zum Schlagerspiel erwartet.

Nach zuletzt drei Erfolgen ohne Gegentor hatte der Favorit aus Leverkusen vor der Pause seine einzige Aktion in der Offensive bereits nach 45 Sekunden: SC-Abwehrspieler Michael Heinloth blockte eine scharfe Hereingabe von Karim Bellarabi am Fünfmeterraum ab.

Danach tat sich der Achtelfinalist der Champions League gegen die engagiert zu Werke gehenden, aber spielerisch limitierten Gastgeber sehr schwer. Ohne Calhanoglu gab es kaum gelungene Ballpassagen und viele Fehlpässe, die gemeinsam aufgebotenen Torjäger Stefan Kießling Kießling und Josip Drmic blieben harmlos.

Die gab es kurz vor der Pause dann sogar vor dem Bayer-Tor. Der herausgeilte Schlussmann Bernd Leno tippte Moritz Stoppelkamp den Ball noch vom Fuß (39.), dann parierte der Keeper einen Freistoß von Alban Meha (42.). Der Aufsteiger wirkte nach den jüngsten beiden Pleiten mit 0:8-Toren keineswegs entmutigt, demonstrierte allerdings auch, warum er in diesem Jahr erst in einer Partie getroffen hat.

Die erste Chance nach dem Wechsel besaßen erneut die Ostwestfalen. Nach einem Eckball verpasste der alleingelassene Stefan Kutschke mit dem Kopf die Kugel (55.). Vier Minuten später wartete der Stürmer in bester Position mit dem Abschluss und legte noch einmal quer, auch Süleyman Koc schoss nicht - dann war die gute Chance dahin.

Die Leverkusener fanden trotz aller Bemühungen besonders von Bellarabi weiterhin keinen Weg, sich aus dem Spiel heraus eine Torchance zu erarbeiten. Kießling fiel mehr durch Defensivaktionen auf, der wirkungslose Drmic musste nach 68 Minuten vom Platz. So fiel die Führung folgerichtig nach einem ruhenden Ball: Der für den verwarnten Emir Spahic in der 56. Minute eingewechselte Papadopoulos köpfte einen Freistoß von Gonzalo Castro ins Netz. Es war die erste Bayer-Chance der zweiten Halbzeit.

Kießling (79.) traf danach statt ins Tor voll ins Gesicht von SC-Torwart Lukas Kruse, auch Julian Brandt verpasste das 2:0. Son machte dann mit seinen Saisontoren neun und zehn dann alles klar.

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