Esswein schießt FCN in Bremen zum Sieg

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Alex Esswein (M.) erzielte in Bremen das Tor des Tages.

Bremen - Das hatten die Bremer anders geplant: Nach dem Derbyerfolg gegen den HSV wollte Werder gegen Nürnberg nachlegen und oben angreifen. Doch dann kommt alles anders.

Werder Bremen hat im Kampf um die Europa-League-Qualifikation einen herben Rückschlag erlitten. Gegen einen kampfstarken und defensiv glänzend organisierten 1. FC Nürnberg kassierten die Hanseaten, vor einer Woche noch verdienter 3:1-Sieger im Nordderby beim Hamburger SV, eine nicht einkakulierte 0:1 (0:0)-Niederlage und konnten sich vom sechsten Tabellenplatz nicht weiter nach vorne schieben. Die Gäste hingegen verbesserten sich vom 13. auf den zehnten Rang.

Vor 40.204 Zuschauern erzielte Alexander Esswein in der 65. Minute den Treffer des Tages. Der Mittelfeldspieler entzog sich geschickt gleich zwei Bremer Abwehrspielern und war mit einem Flachschuss aus kurzer Distanz erfolgreich. Für die Bremer war es die zweite Heimniederlage, vor eigenem Publikum haben sie in der Rückserie noch kein Spiel gewonnen.

Über weite Strecken der Begegnung dominierten die Platzherren zwar zumeist das Geschehen, bissen sich aber an der gut gestaffelten Defensive der Franken die Zähne aus. Die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking stand sehr tief, dennoch geriet das Tor der Nürnberger nicht sehr oft in Gefahr.

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Die beste Einschussmöglichkeit hatte vor dem Halbzeitpfiff von Schiedsrichter Felix Zwayer aus Berlin der junge Mittelfeldfeldspieler Tom Trybull, der in der siebten Minute aus 18 Metern Entfernung knapp über die Querlatte schoss. Fünf Minuten später gelang den Gästen eine erste gute offensive Aktion, die Esswein mit einem nicht ungefährlichen Schuss aus spitzem Winkel abschloss. Jens Hegeler verfehlte in der 29. Minute mit einem Flachschuss das Werder-Gehäuse.

Doch die Feldvorteile lagen auch in der Folgezeit bei den Norddeutschen, ihnen fehlte jedoch beim finalen Pass in den meisten Fällen die Präzision. Plötzlich hatte dann der FCN die Riesenchance zum 0:1: Tomas Pekhart zwang Torwart Tim Wiese in dessen 250. Bundesligaspiel mit einem Kopfball zu einer spektakulären Parade (38.). Kurz darauf hätte der Peruaner Claudio Pizarro (43.) beinahe für Werder seinen 16. Saisontreffer erzielt.

Mittelfeldspieler Hanno Balitsch holte sich beim Club schon früh die fünfte Gelbe Karte und muss somit am kommenden Wochenende im Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach pausieren. Zum fünften Mal verwarnt wurde in der Schlussphase auch Werder-Kapitän Clemens Fritz.

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Nach dem Seitenwechsel versuchten die Norddeutschen vergeblich, mit überfallartigen Angriffen einen Führungstreffer zu erzwingen. In der 47. Minute wehrte Torwart Raphael Schäfer einen Distanzschuss von Marko Marin zur Ecke ab, 120 Sekunden später traf Pizarro den linken Außenpfosten. Um noch mehr Druck zu entwickeln, wurde der zweikampfschwache Markus Rosenberg in der 56. Minute durch den zuletzt treffsicheren Österreicher Marko Arnautovic ersetzt. Doch mehr als eine weitere gute Einschussmöglichkeit für Marin (62.) sprang zunächst nicht heraus.

In der Nachspielzeit drückte Werder noch vehement auf den Ausgleich, Adam Hlousek rettete auf der Linie gegen Pizarro. Fast schon mit dem Abpfiff prüfte zudem FCN-Profi Markus Feulner den eigenen Torhüter mit einem Kopfball.

Fritz sowie der quirlige Marin, auf dessen Ideen die Mitspieler zu selten eingingen, waren die besten Akteure aufseiten des Teams von Coach Thomas Schaaf. Bei den Nürnbergern zeichneten sich Torschütze Esswein und Innenverteidiger Philipp Wollscheid besonders aus.

sid

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