Mateschitz: "Interessiert mich nicht"

Aues Sponsor sauer über Nazi-Plakate gegen RB

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Fans des FC Erzgebirge Aue halten Transparente mit der Aufschrift "Ein Österreicher ruft und ihr folgt blind, wo das endet weiß jedes Kind. Ihr wärt gute Nazis gewesen!" in die Höhe.

Aue - Nach den Naziplakaten gegen RB Leipzig und dessen Sponsor drohen Erzgebirge Aue nun Konsequenzen.

Erzgebirge Aue drohen nach dem Eklat um die Nazi-Plakate im Heimspiel gegen RB Leipzig (2:0) am vergangenen Freitag finanzielle Konsequenzen durch einen der Haupt-Sponsoren. Landrat Michael Czupalla (CDU), Präsident des Ostdeutschen Sparkassenverbandes, stellte die weitere Förderung des Tabellenvorletzten infrage.

„Zwar liegt die Entscheidung des Sponsorings des Auer Stadions bei der örtlichen Sparkasse, aber wir als Verband überlegen uns nun schon, was wo weiter gefördert wird, wenn dem nicht Einhalt geboten werden kann“, sagte der Landrat des Landkreises Nordsachsen der Bild, wie seine Pressestelle dem SID bestätigte.

Aues Stadion trägt seit 2011 den Namen „Sparkassen-Erzgebirgsstadion“. Dafür soll der Klub bis Vertragsende im Jahr 2020 rund 500.000 Euro pro Jahr bekommen. Auer Fans hatten beim Spiel am Freitag Leipzigs Klubbesitzer Dietrich Mateschitz mit Nazi-Vergleichen beleidigt.

„Das ist eine riesengroße Sauerei. Wir fördern den Sport der Region, aber so was schadet extrem“, sagte Czupalla über die Plakate. Auf der Tribüne war ein Plakat in die Höhe gehalten worden, das Mateschitz in Nazi-Uniform mit der Aufschrift „Aus Österreich nur das Beste für Deutschland“ zeigte. Ein Spruchband schlug in die gleiche Kerbe: „Ein Österreicher ruft und ihr folgt blind, wo das endet weiß jedes Kind. Ihr wärt gute Nazis gewesen!“

Mateschitz bleibt gelassen

RB Leipzig will sich nach dem Eklat öffentlich zu dem Thema nicht mehr äußern. Man wolle die Ermittlungen des Kontrollausschusses der Deutschen Fußball-Bundes (DFB) abwarten, teilte der Klub mit. Derweil soll sich RB-Besitzer Dietrich Mateschitz in der Debatte zu Wort gemeldet haben. „Das interessiert mich nicht“, hatte der 70-Jährige laut des Schweizer Online-Portals Blick.ch zu den Beleidigungen gesagt.

Gehör verschafften sich auch fünf Fan-Clubs von RB Leipzig, die in einem offenen Brief die „halbherzige“ und „inakzeptable“ Entschuldigung des Auer Präsidiums anprangerten. Aues Fans seien nach Spielende gegenüber Spielern und Verantwortlichen von RB übergriffig geworden, indem sie „den Platz stürmten und mit Schneebällen und Eisbrocken gezielt warfen, so dass das Auslaufen beendet werden musste“.

Offenbar sei Aues Verantwortlichen zudem entgangen, so die Fans in dem offenen Brief weiter, dass die Auer Fans Pyrotechnik und Knallkörper abgebrannt und Spieler von RB mit Laserpointern geblendet hätten. Außerdem habe es der Gastgeber gestattet, dass ein Auer Fan in einem Interview zur Halbzeitpause mit der Stadionsprecherin RB-Ahänger beleidigt und provoziert hätte.

sid

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