EM-Qualifikation

Storck führt Ungarn zur EM - Irland auch dabei

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Jubel und Umarmungen: Die ungarische Nationalmannschaft feiert sich nach dem Spiel.

Gemeinsam führten sie Ungarn zur ersten EM-Teilnahme nach 44 Jahren: das deutsche Trainer-Trio Bernd Storck, Andreas Möller und Holger Gehrke. Auch Irland ist nach dem 2:0 gegen Bosnien bei der EM-Endrunde in Frankreich dabei.

Ungarn hat die erste EM-Teilnahme nach 44 Jahren bejubelt, und auch in Irland herrschte nach der Qualifikation für die Endrunde in Frankreich Feierstimmung. Einen Tag nach dem 2:1 der vom deutschen Trainer Bernd Storck angeführten Ungarn gegen Norwegen setzten sich die Iren am Montag in den Playoffs mit einem 2:0 (1:0) im Rückspiel gegen Bosnien-Herzegowina durch. Für die „Boys in Green“ ist es die dritte EM-Teilnahme nach 1988 und 2012.

In Ungarn mussten sie auf diesen Moment noch viel länger warten. „Europa, wir kommen!“, titelte die Budapester Sportzeitung „Mezeti Sport“ am Montagmorgen. 1972 hatten die Magyaren letztmals an einer EM teilgenommen. Und so war keine 24 Stunden nach dem Erfolg über Norwegen auch die weitere Zusammenarbeit mit dem deutschen Trainer-Erfolgstrio Bernd Storck, Andreas Möller und Holger Gehrke gesichert. „Herr Storck hat außergewöhnlich gute Arbeit geleistet. Wir planen langfristig mit ihm“, sagte Ungarns Verbandspräsident Sándor Csányi am Montag.

Unmittelbar nach dem 2:1 gegen Norwegen hatte Storck noch keine klare Ansage in Richtung seiner ganz persönlichen EM-Teilnahme machen können oder wollen - tags darauf freute er sich darüber, dass er „nach den sehr guten Erfahrungen mit Andy Möller und Holger Gehrke auch den nächsten Schritt“ mit seinem Team machen darf. „Ich habe die Pläne für weitere Maßnahmen schon in der Schublade und werde darüber mit dem Präsidenten auch noch sprechen“, sagte Storck dem „kicker“.

Möller meinte nach dem umjubelten Sieg am Sonntagabend: „Eins ist ganz klar, eine Europameisterschaft als Trainer mitzumachen, ist natürlich schon etwas Besonderes.“ Er wolle den Erfolg „erst mal in Ruhe sacken lassen“, erklärte der 48-Jährige zunächst. Eine Nacht reichte dann scheinbar, um sich mit dem Verband auf die Zusammenarbeit bis zum Ende der Europameisterschaft in Frankreich zu einigen.

Cheftrainer Storck, in Personalunion auch Sportdirektor der Magyaren, sprach schon nach dem insgesamt überraschenden Erfolg gegen die favorisierten Norweger voller Vorfreude über das Potenzial in Ungarns Team. „Die Truppe ist klasse. Wir haben sie gut vorbereitet“, sagte der frühere Bundesliga-Profi nach dem Abpfiff eines emotionalen Spiels in Budapest und freute sich über eine „überragende Leistung“.

Storck hatte das Team im Sommer von Pal Dardai übernommen. Dardai sollte nicht gleichzeitig Hertha BSC in der Bundesliga und die Nationalelf trainieren. Die Verpflichtung von Möller war vor wenigen Wochen eine große Überraschung. Gehrke ist als Torwartrainer am Erfolg beteiligt.

Gemeinsam erreichten sie nun mit Ungarn die erste Qualifikation für ein großes Turnier seit 1986, als die Auswahl es zur WM nach Mexiko schaffte. „Der Verband hat so viele Jahre finanziell so viel investiert, aber es kam nie etwas raus“, sagte Storck.

In Irland wurde Doppeltorschütze Jonathan Walters gefeiert, nachdem es im Hinspiel zu einem 1:1 gekommen war. Die Bosnier dagegen sanken enttäuscht zu Boden. Wie bereits im Vorfeld der EM 2012 verpasste die Mannschaft des Balkanstaates um den früheren Bundesliga-Toptorjäger Edin Dzeko ganz knapp den Sprung zu einer EM. Vor vier Jahren waren Dzeko und Co. in den Playoffs am späteren deutschen Gruppengegner Portugal gescheitert. Bei der Gruppenauslosung am 12. Dezember in Paris müssen der Top-Stürmer vom italienischen Vizemeister AS Rom nun beteiligungslos zuschauen.

dpa

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