Bundesliga-Vorschau

Taumelnde Klubs: VfB kämpft gegen den Absturz

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Stuttgart will in Hamburg möglichst dreifach punkten.

Düsseldorf - Der erste Part des zweigeteilten Wochen-Spieltags in der Bundesliga steht im Zeichen des Abstiegskampfes. In Hamburg treffen die in Nöte geratenen HSV und VfB Stuttgart aufeinander.

Elf Meistertitel haben die beiden Traditionsclubs zusammen geholt - heute plagen den Hamburger SV und den VfB Stuttgart Existenzängste. Vor dem direkten Duell im Hinrunden-Schlussspurt der Bundesliga steht vor allem Schlusslicht Stuttgart am Dienstag unter großem Druck. Mit Trainer-Rückkehrer Huub Stevens konnten die Schwaben zwar vier Zähler aus den vergangenen drei Spielen einfahren, dennoch rangiert der VfB ganz am Ende der Tabelle. „Wir hoffen auf weitere Punkte. Wir müssen uns auf die aggressive Art und Weise einstellen, wie der HSV spielt“, sagte Stevens vor dem Wiedersehen mit seinem Ex-Club. Auch in zwei weiteren Begegnungen zum Auftakt des zweigeteilten 16. Spieltages richtet sich der Blick gen Abstiegszone. In Köln treffen der FC und Mainz 05 aufeinander, der SC Freiburg steht beim FC Bayern München vor der schwersten Aufgabe.

HSV verlor nur eines der letzten vier Spiele

Der HSV setzt nach dem 0:0 in Freiburg nun auf seinen Heimvorteil. „Zu Hause müssen wir unsere Aufgabe erledigen. Da müssen wir voll da sein“, forderte Abwehrspieler Dennis Diekmeier. Mit nur einer Niederlage aus den letzten vier Spielen haben sich die mit 16 Punkten um drei Zähler besser platzierten Hanseaten ein wenig berappelt. Allerdings liegt der letzte Heimsieg gegen die Stuttgarter vier Jahre zurück. Mittelfeldspieler Lewis Holtby gab schon die Parole für die nächsten beiden Partien aus: „Wir wollen die 19-Punkte-Marke gegen Stuttgart holen und dann mit mehr Selbstvertrauen nach Schalke“.

Schwierig wird's für den SC Freiburg, den nur ein Tor von Platz 16 trennt. Beim FC Bayern steht das Team von Trainer Christian Streich vor einer schier unlösbaren Aufgabe. Auch die Statistik macht kaum Mut. Seit 25 Pflichtspielen warten die Breisgauer auf einen Erfolg gegen den Rekordmeister, den letzten Sieg gab es am 9. März 1996. Dennoch sieht Streich einen Hoffnungsschimmer. „Wir sind nicht abgeschlagen und wir müssen mental und physisch damit umgehen. Aber ich glaube, dass wir das schaffen“, sagte der SC-Coach. Beim souveränen Herbstmeister gibt es keine Zweifel am Ausgang der Partie. „Jetzt müssen wir in den letzten zwei Spielen vor Weihnachten unaufgeregt weitermachen und versuchen, die Punkte zu holen, die noch zu holen sind“, erklärte Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge.

Großes Selbstvertrauen bei Aufsteiger Köln

Mächtig Selbstvertrauen holte sich der 1. FC Köln durch den überraschenden Sieg beim FC Schalke. „Nach drei Niederlagen war das eine super Reaktion“, befand Kölns Jungprofi Yannick Gerhardt. Vor dem Duell mit den um einen Punkt schlechter platzierten Mainzern sieht Trainer Peter Stöger sein Team auf Augenhöhe: „Wir sind konkurrenzfähig, nicht mehr. Dass es mehr wird, daran arbeiten wir.“ Die Mainzer sind dagegen nach sieben Spielen ohne Sieg schon auf Platz zwölf zurückgefallen und machen sich Sorgen. „Wir sind im Abstiegskampf“, sagte der Mainzer Junioren-Nationalspieler Johannes Geis. „Es ist gut, dass wir am Dienstag wieder ran müssen und nicht soviel darüber nachdenken können.“

dpa

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