DFB-Affäre um WM 2006

SZ: Niersbachs Unterschrift unter Steuererklärung

+
DFB-Präsident Wolfgang Niersbach.

München - Die angeblich falsche Steuererklärung des Deutschen Fußball-Bundes zur WM 2006 ist nach Informationen der Süddeutschen Zeitung vom damaligen Generalsekretär und heutigen Präsidenten Wolfgang Niersbach unterzeichnet worden.

Laut SZ unterschrieb er die Erklärung nur wenige Tage nach seiner Berufung zum Generalsekretär Ende Oktober 2007. Diese Erklärung soll damals schon lange fertig gewesen sein. Es ist davon auszugehen, dass die Unterschrift Niersbachs der Grund dafür ist, warum die Staatsanwaltschaft Frankfurt auch gegen ihn wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung in einem schweren Fall ermittelt.

Außer gegen Niersbach wird auch gegen Theo Zwanziger und Horst R. Schmidt ermittelt. Sie waren zum Zeitpunkt der Steuererklärung für 2006 DFB-Präsident und -Generalsekretär. Am Dienstag hatten Steuerfahnder die DFB-Zentrale und die Privatanwesen von Niersbach, Zwanziger und Schmidt durchsucht.

In der Steuererklärung wurden die im Zentrum der DFB-Affäre stehenden 6,7 Millionen Euro beim Fiskus als Betriebsausgaben geltend gemacht, obwohl sie falsch deklariert waren. Bei dem Geld handelt es sich um die Rückzahlung, die der damalige Adidas-Chef Robert Louis-Dreyfus zunächst vermutlich 2002 für das deutsche WM-OK an den Fußball-Weltverband überwiesen hatte und die dann 2005 getarnt als Beitrag für eine FIFA-Gala an den Franzosen zurückfließen sollten. Unterzeichner der Überweisung waren Zwanziger und Schmidt, die auch beide Vizepräsidenten des OK waren.

dpa

auch interessant

Meistgelesen

Schmutzige Geldgeschäfte von Ronaldo, Özil und Co. enthüllt
Schmutzige Geldgeschäfte von Ronaldo, Özil und Co. enthüllt
BVB: "Sahnehäubchen" Gruppensieg - oder lieber nicht?
BVB: "Sahnehäubchen" Gruppensieg - oder lieber nicht?
FC Barcelona gegen Real Madrid: So endete der Clasico
FC Barcelona gegen Real Madrid: So endete der Clasico
Britischer Fußballskandal: 350 mutmaßliche Missbrauchsopfer
Britischer Fußballskandal: 350 mutmaßliche Missbrauchsopfer

Kommentare