Zwei direkte Duelle

Krimi im Abstiegskampf: Drei aus Sechs gesucht

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Abstigeskampf pur beim Duell zwischen Hannover und Hamburg.

Düsseldorf - Im Abstiegskampf der Bundesliga spitzt sich die Lage zu. Die sechs Kandidaten rücken immer näher zusammen. Vier Teams treffen in zwei Duellen direkt aufeinander.

Je näher das Saisonfinale rückt, desto spannender wird der Existenzkampf in der Fußball-Bundesliga. Fünf Runden vor Saisonschluss ist die Suche nach den drei Teams, die sich aus dem Kandidatenkreis von sechs Mannschaften retten, völlig offen. Den Tabellen-13. Hannover 96 (29 Punkte) trennen nur vier Zähler von Schlusslicht Eintracht Braunschweig (25). Beide Teams haben in direkten Duellen mit der Konkurrenz die Chance, ihre Situation erheblich zu verbessern. Dabei erhält das Nordderby zwischen Hannover und dem Hamburger SV (27) durch die Rückkehr von Trainer Mirko Slomka besondere Brisanz. Braunschweig tritt beim SC Freiburg (29) an.

Kind gibt Korkut Jobgarantie

Um den Abwärtstrend der letzten Wochen mit nur drei Punkten aus fünf Spielen zu stoppen, hat Hannovers Trainer Tayfun Korkut mit seinem Team vor dem HSV-Spiel ein Trainingslager im ostwestfälischen Harsewinkel bezogen. „Wir sind in der Bringschuld gegenüber dem Verein und den Fans“, sagte Korkut, der auch im Falle einer weiteren Niederlage am Ruder bleibt. „Es wird bei 96 keine Trainerentlassung geben“, sagte Clubchef Martin Kind der „Bild-Zeitung“.

Slomka, der fast 13 Jahre als Junioren- und Cheftrainer in Hannover gearbeitet hat, kehrt als HSV-Coach mit einer zuletzt verbesserten Elf in die Heimat zurück. Allerdings muss er in den nächsten beiden Spielen auf seinen besten Torjäger Pierre-Michel Lasogga (Oberschenkelverletzung) verzichten. Nationalspieler Heiko Westermann weiß um die Chance, die diese Partie bietet. „Wir wollen Hannover in den Abstiegsstrudel mit hineinziehen“. Vorteil der Niedersachsen: Die Mannschaft tritt in den restlichen fünf Spielen noch vier Mal gegen direkte Konkurrenz an.

Im Breisgau treffen die beiden Teams aufeinander, die zuletzt die meisten Punkte der Abstiegskandidaten gesammelt haben. „Wir sollten versuchen, so unbelastet wie möglich in das Spiel zu gehen“, sagte Freiburgs Trainer Christian Streich vor der Partie gegen Eintracht Braunschweig. Der eigentlich schon abgeschlagene Aufsteiger hat noch einmal Morgenluft gewittert und könnten mit einem Sieg die Abstiegsränge erstmals seit dem 2. Spieltag verlassen.

Stuttgart wartet weiter auf ersten Auswärtssieg

Vor schweren Auswärtsaufgaben bei Teams mit internationalen Ambitionen stehen der 1. FC Nürnberg (26) und der VfB Stuttgart (27). Die Franken müssen nach sechs Niederlagen aus den letzten sieben Spielen dringend punkten, treffen zudem in Wolfsburg auf ihren ehemaligen Chefcoach Dieter Hecking. Der VfL-Trainer fühlt sich seinem ehemaligen Club noch verbunden. „Ich hoffe, dass der 'Club' die Liga hält“, meinte Hecking. Die in diesem Jahr auswärts noch sieglosen Stuttgarter benötigen in Mönchengladbach dringend ein Erfolgserlebnis. Mut macht den Schwaben, dass die letzte Niederlage in Gladbach neun Jahr zurückliegt.

Im Schatten des Existenzkampfes steht das Duell der beiden besten deutschen Teams weniger im Blickpunkt als sonst. Zwischen Champions League und DFB-Pokal-Halbfinale findet in München eher ein Prestigekampf zweiter Klasse statt. Beide Teams werden nicht in Bestbesetzung antreten. „Wir werden dieses Spiel so gut wie möglich vorbereiten. Unser wichtigstes Spiel aber ist Kaiserslautern“, sagte Bayern-Coach Pep Guardiola.

Ein Wiedersehen auf der Bundesligabühne gibt es mit Leverkusens Trainer Sascha Lewandowski, der nach elf Monaten als Nachfolger des entlassenen Sami Hyypiä am Sonntag gegen Hertha BSC wieder das Kommando übernimmt.

dpa

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